# Lapsang Souchong oder Jin Jun Mei: zwei rote Tees aus denselben Bergen

Beide Tees stammen aus dem Dorf Tongmu im Wuyi-Gebirge, und beide sind rote Tees. Doch Lapsang Souchong (Zhengshan Xiaozhong) ist der älteste rote Tee der Welt, traditionell über Kiefernholz geräuchert, während Jin Jun Mei ein elitärer Knospentee ist, 2005 erschaffen und augenblicklich zum Symbol des Luxus geworden.

| Kriterium | Lapsang Souchong | Jin Jun Mei |
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| Geschichte | Der Stammvater aller roten Tees: Der Legende nach entstand die Technologie im 16.–17. Jahrhundert zufällig, als das Blatt eilig über Kiefernfeuer getrocknet werden musste. Genau dieser Tee gelangte als erster nach Europa. | Der jüngste berühmte Tee Chinas: 2005 von den Meistern Tongmus als Knospenversion des Xiaozhong erschaffen. Binnen weniger Jahre wurde er zum Statusgeschenk und Objekt totalen Kopierens. |
| Material | Reife Blätter (Xiaozhong — die „kleine Sorte“ des Strauchs), gepflückt nach den Knospenernten. Das Material ist betont schlicht — die ganze Magie liegt in der Verarbeitung. | Nur Knospen, 50–70 Tausend Stück pro Kilogramm, im Frühjahr im Hochland von Tongmu gepflückt. Eine der arbeitsintensivsten Materialanforderungen unter den roten Tees. |
| Verarbeitung | Die klassische Rottee-Produktion plus Räuchern über dem Rauch harziger Kiefer. Es gibt auch eine ungeräucherte Version für den Binnenmarkt — mild, mit fruchtig-nadeliger Süße. | Behutsame Oxidation ganz ohne Räuchern: Die Aufgabe ist, die Zartheit der Knospe zu bewahren. Der goldene Flaum auf den schwarzen „Brauen“ ist das Markenzeichen. |
| Geschmack und Aroma | Die geräucherte Version: Kiefernrauch, Harz, Geräuchertes, Backpflaume, dahinter verstecken sich Kakao und Süße. Ein Geschmackserlebnis, das man entweder liebt oder nicht. | Honig, tropische Früchte, Süßkartoffel, Blüten und eine cremige Süße mit langem warmem Nachgeschmack. Delikat, „seidig“ — das völlige Gegenteil des rauchigen Nachbarn. |
| Zubereitung | 4–5 g auf 120 ml, Wasser von 90–95 °C, Aufgüsse von 5–15 Sekunden. Der Rauch verfliegt mit den ersten Aufgüssen und gibt die fruchtige Basis frei. Auch im Becher hervorragend. | 4–5 g auf 120 ml, Wasser höchstens 90 °C: Kochendes Wasser vergröbert die Knospe und erstickt den Honig. Kurze Aufgüsse, 6–8 Infusionen mit allmählicher Entfaltung. |
| Preis und Fälschungen | Erschwinglich: Die Basisversionen mit Rauch sind günstig, das Tongmu-Original teurer, aber real zu finden. Fälschungen sind selten — Räuchern imitiert man nicht billig. | Echter Tongmu-Tee kostet Hunderte Dollar pro halbes Kilo, und der Markt ist überschwemmt mit „Jin Jun Meis“ aus anderen Provinzen. Schöner goldener Flaum allein garantiert gar nichts. |
| Für wen er passt | Für Liebhaber von Whisky, Lagerfeuer und starken Eindrücken; für alle, die einen Tee mit Charakter und Geschichte suchen. Gut am kalten Abend und zu deftigem Essen. | Für Kenner feiner honig-fruchtiger roter Tees und schöner Geschenke; für alle, die Tee ohne Essen trinken und jede Nuance hören wollen. |

## Fazit

Es sind zwei Gesichter eines Dorfes: der rauchige Alte und der honigsüße Erbe. Für den Alltag und die erste Begegnung mit den roten Wuyi-Tees ist Lapsang praktischer — ehrlich, erschwinglich, einprägsam. Jin Jun Mei kaufen Sie bewusst und bei einem verlässlichen Händler: Der echte ist sein Geld wert, die Fälschung enttäuscht. Probieren sollte man beide — der Kontrast ist verblüffend.

Source: https://www.dao-cha.info/de/compare/lapsang-vs-jin-jun-mei