GABA und GABA-Tee (佳葉龍, jiāyèlóng)
GABA steht für Gamma-Aminobuttersäure. GABA-Tee wird so verarbeitet, dass ihr Gehalt im Blatt steigt. Der Name beschreibt eine Verarbeitung, keinen eigenen botanischen Kultivar.
Werden frische Blätter sauerstoffarm gehalten, wandeln Enzyme einen Teil der Glutaminsäure in GABA um. Manche Verfahren wechseln diese Phasen mit Luftzufuhr ab. Bekannt sind taiwanische GABA-Oolongs, doch das Verfahren ist nicht auf Oolong beschränkt.
Im Nervensystem wirkt GABA als hemmender Botenstoff. Daraus folgt nicht, dass GABA beim Trinken von Tee dieselbe Wirkung hat. Eine kleine Studie mit Studierenden rechtfertigt keine Versprechen zur Behandlung von Angst, Bluthochdruck oder Schlaflosigkeit. Der Tee enthält außerdem Koffein.
Steht ein GABA-Wert auf der Packung, prüfen Sie Einheit und Bezugsgröße: trockenes Blatt oder fertiger Aufguss? Eine Angabe pro 100 g Blatt ist nicht die Dosis einer Tasse. Für genaue Vergleiche braucht es Analysedaten zur Charge und die Zubereitungsbedingungen.
Der Geschmack hängt von Tee und Verarbeitung ab; möglich sind fruchtige, brotige, geröstete oder säuerliche Noten. Wählen Sie nach Geschmack und beginnen Sie mit der Empfehlung des Herstellers. Auch ein Becher mit Sieb eignet sich: GABA schreibt weder Gaiwan noch besondere Temperatur vor.
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