Camellia sinensis — die Teepflanze (茶樹, cháshù)
Camellia sinensis ist ein immergrüner Strauch oder Baum aus der Familie der Teestrauchgewächse. Aus seinen Blättern und Knospen wird der überwiegende Teil des Tees hergestellt.
Grüner, weißer, gelber Tee, Oolong, Schwarztee und dunkler Tee unterscheiden sich vor allem in der Verarbeitung, bestehen aber nicht aus identischem Ausgangsmaterial. Auch Kultivar, Anbauort, Saison und Pflückung prägen das Ergebnis. Ein Kultivar kann verschieden verarbeitet werden.
Häufig unterscheidet man die kleinblättrigere var. sinensis und die großblättrigere var. assamica. Das sind weder zwei feste Geschmacksprofile noch die Regel „eine für Grüntee, die andere für Schwarztee“. Züchtungen und Hybriden machen das Bild vielfältiger. Hong Yu, Taiwan Tea Nr. 18, entstand etwa aus burmesischem großblättrigem Tee und einer taiwanischen Wildkamelie.
Die niedrige Strauchform kann durch Schnitt für eine leichtere Ernte entstehen. Ein hoher Baum ist nicht zwingend wild, ein alter nicht zwingend ohne menschliche Pflege gewachsen. Kultivar und Herkunft der Charge helfen beim Kauf mehr als das Bild eines „Waldbaums“.
Minze, Hibiskus und Rooibos sind Aufgüsse anderer Pflanzen. Umgangssprachlich heißen sie ebenfalls Tee, sind aber keine Camellia sinensis. Prüfen Sie bei Mischungen die Zutaten: Sie können Teeblätter und weitere Bestandteile enthalten.
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