Anji Baicha (安吉白茶)
Teebild: Junger Mann in Weiß
Anji Baicha ist ein Grüntee aus Anji in Zhejiang. „Weiß“ bezieht sich auf die hellen Frühlingsblätter der Sorte Baiye Nr. 1. Junge Triebe werden bei kühlem Wetter blass und mit steigenden Temperaturen wieder grün. Der Tee schmeckt meist mild und frisch, leicht süß und mit Umami.
Geschichte
Der heutige Tee wird aus Baiye Nr. 1 hergestellt, einer Sorte mit temperaturabhängiger Blattfärbung. Nach der Pflücke werden die Blätter erhitzt, um die aktive enzymatische Oxidation zu stoppen, anschließend geformt und getrocknet: eine Grünteeverarbeitung. Die Sorte wächst auch außerhalb von Anji; Sorte und Anbauort deshalb getrennt prüfen. Reizvoll ist die Verbindung aus frischem Pflanzengeschmack und milder Fülle, ebenso wie das helle Blatt.
Der weiß gekleidete junge Mann auf unserer Illustration verweist auf das helle Frühlingsblatt. Nach dem Aufguss sind auf der blassen Blattfläche oft deutlich grünere Adern zu sehen.
Terroir
Kreis Anji, Huzhou, Zhejiang. Je nach Teegarten unterschiedlich. Boden und Wasserabfluss variieren zwischen den Parzellen. Feuchtes Klima; die Frühjahrstemperatur beeinflusst die Farbe junger Triebe. Herkunft, Sorte und Pflückdatum prüfen. Mit einer kleinen Packung lässt sich der Tee frisch kennenlernen, ohne einen offenen Beutel monatelang aufzubewahren.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Häufig schmale, längliche hellgrüne bis gelbgrüne Blätter; die Form hängt von der Verarbeitung ab.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Leichte Blüten- oder frische Pflanzennoten.
Duft nach dem Aufguss: Helle Blätter mit grüneren Adern; Duftnoten von zartem Grün und Erbsen sind möglich.
Geschmack: Milder Pflanzengeschmack, leichte Süße und Umami: eine herzhafte Fülle, die an ungesalzene Gemüsebrühe erinnert.
Abgang: Leicht süßer Nachgeschmack; kräftiges Aufgießen kann Bitterkeit und Adstringenz hervorbringen.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Traditionell wird dieser Grüntee als „kühlend“ beschrieben.
Wissenswertes: In der hellen Phase verändert sich bei Baiye Nr. 1 das Verhältnis von Aminosäuren und Polyphenolen. Das erklärt Geschmackseigenschaften, liefert aber keinen einheitlichen Theaninanteil für den Aufguss.
Beim Teetrinken: Für eine ruhige Teepause am Morgen mit mäßiger Dosierung beginnen und im eigenen Tempo trinken.
Koffein: Enthält Koffein. Helle Blätter und milder Geschmack bedeuten keinen niedrigen Gehalt; die eigene Empfindlichkeit beachten.
Zubereitung
Eine 200-ml-Kanne oder ein Aufgussbecher, der vollständig abgegossen werden kann. Mit 3 g auf 200 ml bei 80–85 °C beginnen; bei schwachem Geschmack 90 °C versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 60 s, 90 s, 120 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Ganzjährig; geschlossen, kühl und fern von Fremdgerüchen aufbewahren. Wenn ein milder Grüntee gefragt ist. Reis, gedämpftes Gemüse oder frisches Brot; zuerst den Tee pur probieren. Zum Frühstück oder in einer kurzen Pause
Worauf Sie achten können
- Die Farben von Blattfläche und Adern betrachten.
- Den Tee etwas abkühlen lassen.
- Süße und Umami voneinander unterscheiden.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Anji Baicha zu?
Eine 200-ml-Kanne oder ein Aufgussbecher, der vollständig abgegossen werden kann. Mit 3 g auf 200 ml bei 80–85 °C beginnen; bei schwachem Geschmack 90 °C versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 60 s, 90 s, 120 s.
Wie schmeckt Anji Baicha?
Milder Pflanzengeschmack, leichte Süße und Umami: eine herzhafte Fülle, die an ungesalzene Gemüsebrühe erinnert.
Wie viel Koffein steckt in Anji Baicha?
Enthält Koffein. Helle Blätter und milder Geschmack bedeuten keinen niedrigen Gehalt; die eigene Empfindlichkeit beachten.
Was ist über Anji Baicha noch wissenswert?
In der hellen Phase verändert sich bei Baiye Nr. 1 das Verhältnis von Aminosäuren und Polyphenolen. Das erklärt Geschmackseigenschaften, liefert aber keinen einheitlichen Theaninanteil für den Aufguss.
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