Bai Ji Guan (白雞冠)
Teebild: Weißer Hahn
Bai Ji Guan ist ein Wuyi-Oolong aus einem Kultivar mit ungewöhnlich hellen jungen Blättern. Er zählt zu den berühmten Ming Cong von Wuyi. Bei leichter Röstung zeigt er eine weniger röstbetonte Seite des Felsentees: blumig, kräuterartig, manchmal fruchtig oder würzig.
Geschichte
Die helle Farbe entsteht schon an der Pflanze. Bai Ji Guan reagiert auf Licht: Bei starker Beleuchtung werden junge Blätter gelb und enthalten weniger Chlorophyll, im Schatten können sie grüner werden. Das ist eine Eigenschaft des Kultivars, keine Folge kurzer Röstung. Nach der Ernte werden die Blätter wie Oolong verarbeitet: teilweise oxidiert, erhitzt, gerollt und getrocknet. Oxidation und Röstung sind getrennte Schritte.
白雞冠 bedeutet „Weißer Hahnenkamm“. Der weiße Hahn auf der Illustration spielt mit diesem Namen.
Terroir
Wuyishan im Nordwesten Fujians. Je nach Teegarten unterschiedlich. Bodenangaben beziehen sich auf den jeweiligen Standort. Feuchtes Klima; die Beleuchtung beeinflusst die Blattfarbe dieses Kultivars. Fragen Sie nach Herkunft und Röstung. Helle Blätter allein bestätigen weder Sorte noch Qualität.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Länglich gerollte Blätter, je nach Verarbeitung gelbgrün bis bräunlich.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Suchen Sie vor dem Aufgießen nach blumigen und kräuterartigen Düften.
Duft nach dem Aufguss: Lassen Sie die nassen Blätter abkühlen und vergleichen Sie Farbe und Duft mit dem trockenen Blatt.
Geschmack: Jede Partie ist anders: Blüten, Kräuter, Früchte, milde Würze und Gebäcknoten sind möglich. Die Händlerbeschreibung ist eine Vergleichshilfe, keine Pflichtliste.
Abgang: Bleibt Süße zurück, und wird sie von einem trockenen Mundgefühl überlagert?
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: „Hell“ beschreibt hier Blatt und Teestil, keine medizinische Eigenschaft.
Wissenswertes: Die ungewöhnlich hellen Blätter lohnen einen genaueren Blick. Vergleichen Sie nach dem Aufgießen Blattfarbe, Duft und Nachgeschmack: Beim Probieren erfahren Sie mehr als allein durch das Aussehen.
Beim Teetrinken: Achten Sie darauf, ob Stärke und Temperatur angenehm sind. Bereiten Sie die nächste Portion bei Bedarf leichter zu.
Koffein: Helle Blätter und leichte Röstung bedeuten nicht wenig Koffein. Der Gehalt hängt von Menge und Zubereitung ab.
Zubereitung
Ein Porzellangaiwan oder eine kleine Kanne mit 110 ml. Mit 95 °C und 4 g auf 110 ml beginnen; bei schwachem Geschmack heißeres Wasser versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber, je nach Koffeinempfindlichkeit. Zu jeder Jahreszeit. Zum Kennenlernen eines dezent gerösteten Felsen-Oolongs. Etwas reife Melone oder ein schlichter Keks, nachdem Sie den Tee pur probiert haben. In kleiner Runde; zum Vergleich mit einem stärker gerösteten Yancha
Worauf Sie achten können
- Betrachten Sie die Farbe der geöffneten Blätter.
- Beschreiben Sie den Duft mit eigenen Worten, ohne unbedingt Zitrus finden zu wollen.
- Vergleichen Sie die Süße des ersten und zweiten Aufgusses.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Bai Ji Guan zu?
Ein Porzellangaiwan oder eine kleine Kanne mit 110 ml. Mit 95 °C und 4 g auf 110 ml beginnen; bei schwachem Geschmack heißeres Wasser versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wie schmeckt Bai Ji Guan?
Jede Partie ist anders: Blüten, Kräuter, Früchte, milde Würze und Gebäcknoten sind möglich. Die Händlerbeschreibung ist eine Vergleichshilfe, keine Pflichtliste.
Wie viel Koffein steckt in Bai Ji Guan?
Helle Blätter und leichte Röstung bedeuten nicht wenig Koffein. Der Gehalt hängt von Menge und Zubereitung ab.
Was ist über Bai Ji Guan noch wissenswert?
Die ungewöhnlich hellen Blätter lohnen einen genaueren Blick. Vergleichen Sie nach dem Aufgießen Blattfarbe, Duft und Nachgeschmack: Beim Probieren erfahren Sie mehr als allein durch das Aussehen.
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