Bai Ji Guan (白雞冠)
Archetyp: Weißer Hahn
Ein weißer Hahn ruft auf dem Felsen: eine klare Zitronennote durch das Felsenfeuer.
Geschichte
Bai Ji Guan ist der „hellste“ der vier berühmten Wuyi-Yancha: sein Blatt ist nicht dunkelgrün, sondern blassgelb, fast golden. Oxidation und Röstung sind kürzer — nur 30–40 % —, um die hohe Zitrus-Blüten-Note zu erhalten. Er unterscheidet sich von den anderen „dan cha“ durch eine helle Stimme, die selbst die tiefste mineralische Basis des Berges durchbricht.
Es heißt, ein Mönch sah am Felsenpfad ein von einer Schlange zerstörtes Nest: ein kleiner weißer Hahn lag tot, seine Mutter verteidigend. Der Mönch begrub den Hahn an der Wurzel eines Baumes, und aus dieser Stelle wuchs ein Strauch mit blassgelben Blättern. Wird der Tee aufgegossen, geht eine helle Stimme in den Hals — als rufe der Hahn ein letztes Mal. Seitdem trinkt man „Bai Ji Guan“ für Mut.
Terroir
400–700 m. roter Sandstein und Basalt; etwas mehr Sand und Quarz als in Niu Lan Keng. schmale Schluchten, dichte Nebel, aber mehr offene Hänge — daher das hellere Blatt. Die besten Gärten sind Huiyuan Yan und Yin Zu Yan, auf weniger beschatteten Hängen; das Blatt bekommt dort etwas mehr Sonne, und die Zitrusnote spricht lauter.
Blatt
trockenes Blatt: gefleckte gelb-grüne gedrehte Strähnen — sichtbar heller als alle anderen Wuyi-Yancha; in der Hand duften sie nach Zitronenschale und trockenem Gras
erwärmt: das angewärmte Blatt — leuchtende Zitronenschale, reife Melone, Wiesengras, ein leiser erwärmter Stein
nach Aufguss: nach dem Aufguss — Zitrone, Melone, weiße Blüte, ein dünner Hauch erwärmtes Porzellan
Geschmack: Zitronenschale, reife Melone, grünes Gras, warmer Stein; in den mittleren Aufgüssen eine Honigsüße
Abgang: lang, kühl, hinterlässt eine zarte Zitrusnote und eine steinige Mineralität im Hals
Eigenschaften
TCM: kühl, yin; klärt Hitze, erhellt den Kopf, stützt Leber und Lungen
Modern: reich an flüchtigen Zitrusestern und moderaten Catechinen; sanft belebend, gut für das Nervensystem
Cha Qi: leicht, in den Kopf aufsteigend; spürbar als „Fenster, das sich“ an den Schläfen öffnet
Koffein: moderat (30–45 mg)
Brau-Ritual
ein 110-ml-Gaiwan — damit die Frische nicht verloren geht; 98 °C; 7 g / 110 ml. 8s — der erste Ruf: Zitronenschale, Wiesengras; 10s — der Höhepunkt: reife Melone, warmer Stein; 12s — ein süßes Finish, ein leiser Honig; 18s — eine lange frische Note; 30s — ein später Ruf — feine Kühle.
Wann trinken
Morgen und früher Tag. Frühling und Frühherbst — für die dünne Luft. wenn man Frische, klare Gedanken, eine Stimme braucht; morgens nach schlechtem Schlaf. Zitronentörtchen, weißer Fisch, reife Melone, feines Gebäck. Morgen allein; Beginn eines Arbeitsgesprächs
Tee-Meditation
- Höre die Morgenstimme.
- Die Zitronennote soll laut sein wie ein Hahn.
- Lass die Frische dich wecken — aber sanft, durch den Hals.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Bai Ji Guan zu?
ein 110-ml-Gaiwan — damit die Frische nicht verloren geht; 98 °C; 7 g / 110 ml. 8s — der erste Ruf: Zitronenschale, Wiesengras; 10s — der Höhepunkt: reife Melone, warmer Stein; 12s — ein süßes Finish, ein leiser Honig; 18s — eine lange frische Note; 30s — ein später Ruf — feine Kühle.
Wie schmeckt Bai Ji Guan?
Zitronenschale, reife Melone, grünes Gras, warmer Stein; in den mittleren Aufgüssen eine Honigsüße
Wie viel Koffein steckt in Bai Ji Guan?
moderat (30–45 mg)
Wie wirkt Bai Ji Guan?
reich an flüchtigen Zitrusestern und moderaten Catechinen; sanft belebend, gut für das Nervensystem
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