Dian Hong (滇紅)
Archetyp: Rotfuchs am Lagerfeuer
Ein roter Fuchs am Feuer: eine honigsüße Wärme, Bernstein, ein warmer Kakao, eine wilde, süße Tiefe.
Geschichte
Dian Hong — „Roter aus Yunnan“ — wurde 1939 in Kunming geschaffen, als Antwort auf den Exportmarkt während der japanischen Besatzung der Hauptanbau-Provinzen. Anders als die Fujian-Roten wird er aus der großblättrigen Sorte Camellia sinensis var. assamica gemacht — derselben, aus der Puer entsteht. Ein hoher Gehalt an Polyphenolen und natürlichen Zuckern ergibt den typischen bernsteinfarbenen Aufguss und eine dichte Honigsüße. Die beste Pflücke ist mit Knospen; die „goldenen Nadeln“ des Dian Hong sind besonders geschätzt.
Alte Leute in Yunnan sagen: der rote Fuchs ist der Herr der Teewälder. Nachts geht er durch die Gärten und prüft, ob man den Strauch nicht beleidigt. Wer ihn kränkt — den verlässt der Fuchs. Wer ihn ehrt — bei dem wärmt sich der Fuchs am Feuer, und am nächsten Morgen riecht das Blatt des Strauches nach rotem Fell und warmem Honig. Dian Hong ist „der Tee des Fuchses“: ihn trinken jene, denen warme Treue mehr gilt als laute Freundschaft.
Terroir
1200–2000 m. roter Lateritlehm, reich an Eisen und Aluminium. Tropen in der Höhe, warme Feuchte, lange Regenzeiten. Maßstab ist das Blatt vom Yunnan Da Ye, aus alten Sorten. „Goldene Nadeln“ sind die teuerste Klasse, nur aus Knospen mit Flaum.
Blatt
trockenes Blatt: lange gedrehte Stränge in dunklem Kastanienbraun mit vielen goldenen Knospen; in der Hand duften sie nach dunklem Honig und Kakao
erwärmt: das angewärmte Blatt — honigsüße Wärme, dunkler Kakao, Bernsteinzucker, reife Aprikose
nach Aufguss: nach dem Aufguss — Honig, Kakao, Aprikose, warmes Holz
Geschmack: Honig, Kakao, Bernsteinzucker, reife Aprikose
Abgang: lang, bernsteinfarben, warm; der Nachhall — ein „Fuchsschwanz“ im Hals
Eigenschaften
TCM: warm, yang; wärmt die Mitte, nährt das Blut, bewegt sanft das Qi
Modern: reich an Theaflavinen und natürlichen Zuckern; sanfte Anregung, wärmend, unterstützt den Kreislauf
Cha Qi: warm, dicht, sich über die obere Brust verteilend; spürbar wie „ein Feuer in der Brust“
Koffein: mittel (40–55 mg)
Brau-Ritual
ein Gaiwan, 150 ml; 95 °C; 5 g / 150 ml. 10s — eine Honig-Note, warmer Kakao; 12s — der Höhepunkt: Bernsteinzucker, reife Aprikose; 18s — eine tiefe honigsüße Wärme; 25s — ein langer süßer Schwanz; 40s — das Finale — eine warme Spur am Feuer.
Wann trinken
Morgen und früher Tag. Herbst und Winter. wenn man bernsteinfarbene Wärme braucht, zum Aufwärmen, für einen warmen Morgen. Honig, dunkler Kakao, Aprikose, Trockenfrucht, Butter, warmes Gebäck. Familienfrühstück; ein einsamer warmer Morgen
Tee-Meditation
- Dieser Tee wärmt, ohne zu brennen.
- Der Honig steigt langsam — gib ihm Zeit.
- Der Fuchs liegt am Feuer. Du darfst es auch.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Dian Hong zu?
ein Gaiwan, 150 ml; 95 °C; 5 g / 150 ml. 10s — eine Honig-Note, warmer Kakao; 12s — der Höhepunkt: Bernsteinzucker, reife Aprikose; 18s — eine tiefe honigsüße Wärme; 25s — ein langer süßer Schwanz; 40s — das Finale — eine warme Spur am Feuer.
Wie schmeckt Dian Hong?
Honig, Kakao, Bernsteinzucker, reife Aprikose
Wie viel Koffein steckt in Dian Hong?
mittel (40–55 mg)
Wie wirkt Dian Hong?
reich an Theaflavinen und natürlichen Zuckern; sanfte Anregung, wärmend, unterstützt den Kreislauf
Verwandte Tees