Jin Jun Mei (金駿眉)
Teebild: Phönix
Jin Jun Mei ist ein ausschließlich aus Knospen hergestellter Schwarztee, der 2005 in Tongmu entwickelt wurde. Sein Reiz liegt im Zusammenspiel von Blüten-, Frucht- und Honignoten. Anders als traditioneller geräucherter Xiaozhong wird er ohne Kiefernrauch verarbeitet.
Geschichte
Die ersten Chargen entstanden im Team von Jiang Yuanxun, zu dem der Teemeister Liang Junde gehörte. Dafür wurden einzelne Knospen örtlicher Teepflanzen ausgewählt. Sie werden gewelkt, gerollt, oxidiert und getrocknet. Heute tragen Tees unterschiedlicher Herkunft diesen Namen. Wer gezielt Tee aus Tongmu sucht, sollte Anbauort und Hersteller erfragen und zunächst eine Probe kaufen. Eine aufwendige Dose und ein hoher Preis sagen wenig über den Geschmack aus.
Der Phönix ist ein künstlerisches Motiv dieser Karte. Die Geschichte des Tees beginnt in neuerer Zeit mit Versuchen zur Verarbeitung reinen Knospenmaterials.
Terroir
Tongmu im Wuyi-Gebirge, Fujian: Ursprungsort des Tees. Je nach Garten; konkrete Höhenlage beim Hersteller erfragen. Saure Bergböden in Tongmu. Feuchtes Bergklima. Die ursprüngliche Form verwendet örtliche, aus Samen vermehrte Teepopulationen. Der Name auf der Packung allein belegt die Herkunft nicht.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Kleine, fest gedrehte Knospen. Bei Tee aus Tongmu mischen sich dunkle und goldene Töne; rein goldene Knospen sind kein Muss.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Blüten, süße Früchte, gelegentlich eine leichte Brotnote.
Duft nach dem Aufguss: Honigartige Fruchtaromen; die Einzelheiten unterscheiden sich je nach Charge.
Geschmack: Süßlicher Aufguss mit Blüten- und Fruchtnoten. Langes Ziehen kann ihn adstringierend machen.
Abgang: Etwas abgekühlt lassen sich Süße, Fülle und ein trockenes Mundgefühl leichter vergleichen.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Traditionell gilt Schwarztee als wärmend. Das ist eine Einordnung innerhalb dieser Tradition, keine medizinische Empfehlung.
Wissenswertes: Knospenmaterial und Verarbeitung beeinflussen Zusammensetzung und Geschmack. Einzelne Inhaltsstoffmengen lassen sich aus dem Namen nicht ableiten.
Beim Teetrinken: Für eine aufmerksame Verkostung in kleinen Tassen.
Koffein: Enthält Koffein. Ein zarter Geschmack bedeutet weder geringe Stärke noch fehlenden Einfluss auf den Schlaf.
Zubereitung
Gaiwan oder kleine glasierte Teekanne mit 110 ml. 3 g auf 110 ml bei 95 °C. Bei schwachem Geschmack frisch aufgekochtes Wasser versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Ganzjährig. Zum Kennenlernen von Schwarztee aus reinen Knospen. Schlichte Kekse; die erste Tasse ohne Essen probieren. Allein oder bei einer kleinen Verkostung
Worauf Sie achten können
- Die dunklen und goldenen Knospen betrachten.
- Nach dem Abgießen am Deckel riechen.
- Den Duft des heißen und leicht abgekühlten Tees vergleichen.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Jin Jun Mei zu?
Gaiwan oder kleine glasierte Teekanne mit 110 ml. 3 g auf 110 ml bei 95 °C. Bei schwachem Geschmack frisch aufgekochtes Wasser versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s.
Wie schmeckt Jin Jun Mei?
Süßlicher Aufguss mit Blüten- und Fruchtnoten. Langes Ziehen kann ihn adstringierend machen.
Wie viel Koffein steckt in Jin Jun Mei?
Enthält Koffein. Ein zarter Geschmack bedeutet weder geringe Stärke noch fehlenden Einfluss auf den Schlaf.
Was ist über Jin Jun Mei noch wissenswert?
Knospenmaterial und Verarbeitung beeinflussen Zusammensetzung und Geschmack. Einzelne Inhaltsstoffmengen lassen sich aus dem Namen nicht ableiten.
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