Jin Jun Mei (金駿眉)
Archetyp: Goldener Phönix
Ein goldener Phönix fällt als Honigtropfen in die Tasse: eine feine königliche Süße, ein Honigtau, ein Hauch Rosine.
Geschichte
Jin Jun Mei ist der jüngste der großen Tees: 2005 schufen ihn die Meister des Dorfes Tongmuguan (Fujian) auf der Suche nach einem „neuen Gesicht“ des Roten Tees. Rohstoff sind ausschließlich die Knospen jener „Zheng Shan“-Sträucher, aus denen auch Lapsang gemacht wird; das Fermentationsverfahren ist dasselbe, jedoch ohne Räucherung. Auf ein Kilo fertigen Tee gehen rund 50 000 von Hand im Frühling gepflückte Knospen. In wenigen Jahren wurde er zu den teuersten Tees Chinas.
„Jin“ — Gold, „Jun“ — edles Pferd, „Mei“ — Braue: „die goldene Braue des edlen Pferdes“. Man glaubt, die Sträucher dieses Tees wachsen dort, wohin zuerst der Fuß der Phönixe trat, die vom südlichen Himmel kamen. Das Blatt jedes Strauches wird getrennt geerntet: die Ernte verschiedener Hänge zu mischen, hieße die „königliche Stimme“ des Berges zu verlieren.
Terroir
1200–1800 m — der höchste Gürtel des Tals. verwitterter Granit, mit Kiefernstreu angereichert. schwere Nebel, kurze Sonne, kühle Nächte; die Knospen wachsen langsam — daher die Dichte an Zuckern und ätherischen Ölen. Der kanonische Jin Jun Mei stammt nur aus Tongmuguan. Alle übrigen „Versionen“ (außerhalb des Reservats) geben ein ähnliches Profil, erreichen aber den „königlichen“ Nachhall nicht.
Blatt
trockenes Blatt: feine gold-schwarze gedrehte Nadeln mit deutlichem goldenem Flaum; in der Hand leicht, duftig, riechend nach Akazienhonig und süßer Rosine
erwärmt: die angewärmte Knospe — hoher Akazienhonig, reife Aprikose, warme Seide, eine zarte Vanillespur
nach Aufguss: nach dem Aufguss — Honig, Vanille, Rosine, ein Hauch weißer Rose, warme Bernsteinluft
Geschmack: Akazienhonig, reife Aprikose, Rosine, Vanille, eine lange süße Seide; der Abschluss — ein Honigtau im Hals
Abgang: sehr lang, hinterlässt im Hals eine „goldene Spur“ — eine warme honigsüße Note, die 20–30 Minuten hält
Eigenschaften
TCM: von Natur aus warm, yang, doch sanft; wärmt mild, hebt das Feuer nicht, nährt Blut und Herz, stützt den Shen (Geist)
Modern: reich an Theaflavinen und natürlichen Zuckern; sanfte Anregung, gut für Stimmung und Fokus ohne Anspannung; gilt als einer der „nervenfreundlichsten“ Roten
Cha Qi: fein, warm, sich über obere Brust und Gesicht verteilend; spürbar wie eine leichte Freude
Koffein: mittel (40–55 mg)
Brau-Ritual
ein dünner Gaiwan, 110 ml — ein hohes Aroma verlangt feines Porzellan; 92 °C; 5 g / 110 ml. 8s — der erste Tropfen: Akazienhonig, Aprikose; 10s — der Höhepunkt: Rosine, Vanille, warme Seide; 12s — eine königliche Tiefe, eine lange süße Spur; 18s — eine zarte Honignote; 30s — das Finale — ein goldenes Echo.
Wann trinken
Morgen oder später Tag — wenn man Freude statt Erregung will. Herbst und Winter — besonders wenn es dunkel ist und wenig Sonne gibt. wenn man die Stimmung sanft heben, einen guten Tag würdigen, einem Nahen Wärme schenken will. Akazienhonig, reife Aprikosen, Madeleines, Bitterschokolade mit Frucht, milde Käse. ideal zu zweit bei langsamem Gespräch; gut als Geschenk ohne Anlass
Tee-Meditation
- Das Feine verlangt Aufmerksamkeit — nicht Lautstärke.
- Jeder Schluck ist eine Verbeugung vor dem Phönix.
- Eile die Süße nicht. Sie ist königlich.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Jin Jun Mei zu?
ein dünner Gaiwan, 110 ml — ein hohes Aroma verlangt feines Porzellan; 92 °C; 5 g / 110 ml. 8s — der erste Tropfen: Akazienhonig, Aprikose; 10s — der Höhepunkt: Rosine, Vanille, warme Seide; 12s — eine königliche Tiefe, eine lange süße Spur; 18s — eine zarte Honignote; 30s — das Finale — ein goldenes Echo.
Wie schmeckt Jin Jun Mei?
Akazienhonig, reife Aprikose, Rosine, Vanille, eine lange süße Seide; der Abschluss — ein Honigtau im Hals
Wie viel Koffein steckt in Jin Jun Mei?
mittel (40–55 mg)
Wie wirkt Jin Jun Mei?
reich an Theaflavinen und natürlichen Zuckern; sanfte Anregung, gut für Stimmung und Fokus ohne Anspannung; gilt als einer der „nervenfreundlichsten“ Roten
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