Fu Cha (Jin Hua) (茯茶)
Archetyp: Gelbe Blume des Winters
Eine goldene Schimmel-Blume überwintert im dichten Ziegel: eine warme holzige Süße, eine pilzige Tiefe, eine Karawanenkraft.
Geschichte
Fu Cha (Jin Hua) — „Tee mit goldener Blume“ — ist ein gepresster Ziegel, mit dem Pilz Eurotium cristatum geimpft. Hergestellt in Shaanxi (Xianyang) seit der Ming-Zeit, ursprünglich als „Karawanentee“ für die Handelswege mit den Nomaden des Nordwestens. Der Pilz bildet goldene Punkte im Ziegel (daher „Jin Hua“, „goldene Blume“) und gibt dem Tee mit der Reifung eine typische pilzige Süße und ein wärmendes Profil. Je dichter die „goldene Blume“ im Ziegel, desto höher die Qualität.
Die Nomaden der Nordsteppen aßen kein Gemüse, und ohne Tee wurden sie krank. Als ihnen Fu Cha zum ersten Mal gebracht wurde, öffneten sie den Ziegel und sahen darin goldene Punkte — wie Sterne. Seither heißt es bei ihnen: „die Sterne fallen in den Magen, und der Magen wird zum Himmel“. Fu Cha ist „ein Sternen-Ziegel“: man trinkt ihn, wenn man sich dort wärmen muss, wo nichts anderes ist.
Terroir
unterschiedlich (Rohstoff). unterschiedlich (Rohstoff); entscheidend ist das Fermentationsverfahren im Ziegel. das trockene Nordklima Shaanxis ist ideal für die Entwicklung des Eurotium cristatum. Maßstab ist Jing Wei Fu Cha aus Xianyang. Die „goldene Blume“ entsteht im 3.–5. Monat der Reifung und stabilisiert sich nach 1–2 Jahren.
Blatt
trockenes Blatt: ein dicht gepresster Ziegel mit deutlich goldenen Sprenkeln im Inneren; in der Hand riecht er nach Trockenpilz und warmem Holz
erwärmt: der angewärmte Ziegel — süßer Pilz, warmes Holz, Honig, die Karawane
nach Aufguss: nach dem Spülen — Pilz, Holz, Honig, warme Erde
Geschmack: warmes Holz, süßer Pilz, Honig, eine lange wärmende Note
Abgang: sehr lang, wärmend; der Nachhall — eine „goldene Spur“ in der Brust
Eigenschaften
TCM: warm, yang; wärmt Mitte und Nieren, bewegt das Qi, hilft bei schwerer Kost (Fleisch und Fett)
Modern: reich an nützlichen Stämmen des Eurotium cristatum und natürlichen Zuckern; traditionell — gegen Übergewicht, für Kältetoleranz, für die Immunkraft
Cha Qi: dicht, warm, wärmend; spürbar wie „ein Winterofen in der Brust“
Koffein: niedrig bis moderat (20–35 mg)
Brau-Ritual
ein Tonkrug, 150 ml; 100 °C; 6 g / 150 ml. 10s — die erste warme Note: Holz, Pilz; 12s — der Höhepunkt: süßer Pilz, Honig, die Karawane; 16s — eine lange wärmende Tiefe; 25s — eine späte Note: warme Erde, Weihrauch; 40s — das Finale — eine goldene Spur; 70s — ein sehr später wärmender Schwanz.
Wann trinken
Tag und Abend. Winter und Spätherbst. wenn die Kälte in den Knochen sitzt, zum Aufwärmen, nach schwerer Fleischmahlzeit. Datteln, Honig, schwere Fleischgerichte, Weihrauch, warmes Gebäck, Plov. Familientisch im Winter; ein Gespräch am Ofen
Tee-Meditation
- Winter ist keine Leere. Winter blüht von innen.
- Dieser Tee lehrt das Warten.
- Eine warme Blume — dort, wohin die Sonne nicht reicht.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Fu Cha (Jin Hua) zu?
ein Tonkrug, 150 ml; 100 °C; 6 g / 150 ml. 10s — die erste warme Note: Holz, Pilz; 12s — der Höhepunkt: süßer Pilz, Honig, die Karawane; 16s — eine lange wärmende Tiefe; 25s — eine späte Note: warme Erde, Weihrauch; 40s — das Finale — eine goldene Spur; 70s — ein sehr später wärmender Schwanz.
Wie schmeckt Fu Cha (Jin Hua)?
warmes Holz, süßer Pilz, Honig, eine lange wärmende Note
Wie viel Koffein steckt in Fu Cha (Jin Hua)?
niedrig bis moderat (20–35 mg)
Wie wirkt Fu Cha (Jin Hua)?
reich an nützlichen Stämmen des Eurotium cristatum und natürlichen Zuckern; traditionell — gegen Übergewicht, für Kältetoleranz, für die Immunkraft
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