Fu Cha (Jin Hua) (茯茶)
Archetyp: Gelbe Blume des Winters
Eine goldene Schimmel-Blume überwintert im dichten Ziegel: eine warme holzige Süße, eine pilzige Tiefe, eine Karawanenkraft.
Geschichte
Fu Cha (Jin Hua) — „Tee mit goldener Blume“ — ist ein gepresster Ziegel, mit dem Pilz Eurotium cristatum geimpft. Hergestellt in Shaanxi (Xianyang) seit der Ming-Zeit, ursprünglich als „Karawanentee“ für die Handelswege mit den Nomaden des Nordwestens. Der Pilz bildet goldene Punkte im Ziegel (daher „Jin Hua“, „goldene Blume“) und gibt dem Tee mit der Reifung eine typische pilzige Süße und ein wärmendes Profil. Je dichter die „goldene Blume“ im Ziegel, desto höher die Qualität.
Terroir
Maßstab ist Jing Wei Fu Cha aus Xianyang. Die „goldene Blume“ entsteht im 3.–5. Monat der Reifung und stabilisiert sich nach 1–2 Jahren.
Blatt
warmes Holz, süßer Pilz, Honig, eine lange wärmende Note sehr lang, wärmend; der Nachhall — eine „goldene Spur“ in der Brust
Eigenschaften
reich an nützlichen Stämmen des Eurotium cristatum und natürlichen Zuckern; traditionell — gegen Übergewicht, für Kältetoleranz, für die Immunkraft dicht, warm, wärmend; spürbar wie „ein Winterofen in der Brust“ niedrig bis moderat (20–35 mg)
Brau-Ritual
ein Tonkrug, 150 ml; 100 °C; 6 g / 150 ml. 10s — die erste warme Note: Holz, Pilz; 12s — der Höhepunkt: süßer Pilz, Honig, die Karawane; 16s — eine lange wärmende Tiefe; 25s — eine späte Note: warme Erde, Weihrauch; 40s — das Finale — eine goldene Spur; 70s — ein sehr später wärmender Schwanz.
Wann trinken
Tag und Abend. Winter und Spätherbst. wenn die Kälte in den Knochen sitzt, zum Aufwärmen, nach schwerer Fleischmahlzeit