Qian Liang (千兩茶)
Teebild: Teesäule
Qian Liang ist ein dunkler Tee aus Anhua in Hunan, der zu einer hohen Säule gepresst wird. „Tausend Liang“ bezeichnet das traditionelle Gewicht: Eine große Säule enthält etwa 36,25 kg Tee. Für zu Hause gibt es Scheiben und kleine Portionen. Im Aufguss können Holz, getrocknete Kräuter sowie harzige oder fruchtige Noten auftreten.
Geschichte
Der Tee gehört zur Huajuan-Familie, gepressten Teerollen mit geflochtener Hülle. Diese Form entwickelte sich im 19. Jahrhundert für den Teetransport; kleinere Varianten sind etwa Bai Liang, „hundert Liang“. Zunächst entsteht dunkler Maocha: Die Blätter werden erhitzt, gerollt, feucht aufgeschichtet und getrocknet. Danach folgen Sortieren, Mischen, Dämpfen und das Verdichten in der Hülle. Außen liegt ein Bambusgeflecht, innen befinden sich Palmfasern und eine Blattauskleidung. Die traditionelle Lufttrocknung dauert mehrere Wochen; der Ablauf hängt von Betrieb und Wetter ab.
Die Verpackung dient zugleich als Form. Die Arbeiter ziehen das Geflecht zusammen und verdichten den Tee mit hölzernen Hebeln in abgestimmten Bewegungen. Ein Foto der ganzen Säule zeigt das Handwerk; zum Probieren genügt ein kleines Stück.
Terroir
Kreis Anhua, Hunan. Hängt von den Anbauflächen des verwendeten Tees ab. Je nach Anbaufläche unterschiedlich. Feuchtes subtropisches Klima; beim Trocknen wird der Tee vor Regen geschützt. Geschmack der Probe, Hersteller und Lagerbedingungen helfen bei der Auswahl. Auch junger Tee lässt sich trinken; Reifung verbessert ihn nicht zwangsläufig.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Oft als Scheibe der Säule oder als abgetrennte Stücke aus braunen Blättern und Stängeln erhältlich.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Holz, getrocknete Kräuter, gelegentlich Harz.
Duft nach dem Aufguss: Holzig und kräuterartig, mit möglichen Frucht- oder Rauchnoten.
Geschmack: Von leicht und kräuterartig bis kräftig und holzig. Süße, etwas Bitterkeit und Adstringenz sind möglich.
Abgang: Achten Sie auf bleibende Süße und darauf, wie trocken sich der Mund nach dem Schluck anfühlt.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Dunkler Tee gilt in traditionellen Beschreibungen häufig als wärmend.
Wissenswertes: Fermentation und spätere Reifung verändern Zusammensetzung und Aroma. Auch Trocknung, Pressung und Zubereitung beeinflussen den Geschmack.
Beim Teetrinken: Für einen ruhigen Vergleich mehrerer Aufgüsse.
Koffein: Enthält Koffein. Das Alter verrät nicht, wie viel davon in der Tasse landet. Bei Empfindlichkeit besser früher am Tag trinken.
Zubereitung
Ein Gaiwan oder eine kleine Teekanne mit 150 ml. 5 g auf 150 ml bei 100 °C. Eine kleine, bereits abgetrennte Portion verwenden. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 25 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s, 90 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Bei kühlem Wetter. Zum Vergleich gepresster dunkler Tees. Feigen, Walnüsse oder schlichte Kekse. Zu zweit oder in kleiner Runde
Worauf Sie achten können
- Sehen Sie sich Blätter und Stängel in der Scheibe an.
- Vergleichen Sie den ersten Aufguss mit einem späteren, wenn sich das Stück gelockert hat.
- Notieren Sie, bei welcher Stärke Ihnen der Tee am besten schmeckt.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Qian Liang zu?
Ein Gaiwan oder eine kleine Teekanne mit 150 ml. 5 g auf 150 ml bei 100 °C. Eine kleine, bereits abgetrennte Portion verwenden. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 25 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s, 90 s.
Wie schmeckt Qian Liang?
Von leicht und kräuterartig bis kräftig und holzig. Süße, etwas Bitterkeit und Adstringenz sind möglich.
Wie viel Koffein steckt in Qian Liang?
Enthält Koffein. Das Alter verrät nicht, wie viel davon in der Tasse landet. Bei Empfindlichkeit besser früher am Tag trinken.
Was ist über Qian Liang noch wissenswert?
Fermentation und spätere Reifung verändern Zusammensetzung und Aroma. Auch Trocknung, Pressung und Zubereitung beeinflussen den Geschmack.
Verwandte Tees