Gong Mei (貢眉)
Teebild: Hofschreiber
Gong Mei ist ein Weißtee aus jungen Trieben lokaler, aus Samen gezogener Teepopulationen. Im Aufguss sind Blüten, Kräuter, Heu und sanfte Süße möglich. Ein Vergleich mit Bai Mudan desselben Erntejahres lohnt sich: Bei ähnlichem Alter und gleicher Zubereitung lässt sich der Einfluss des Blattguts besser erkunden.
Geschichte
Für Gong Mei ist das Ausgangsmaterial entscheidend: junge Triebe von Teepopulationen. Die lokale Bezeichnung „Caicha“ meint solches Pflanzenmaterial, keine einzelne Klonsorte. Mit der Gong-Mei-Tradition ist unter anderem Jianyang in Fujian verbunden. Die Triebe werden gewelkt, getrocknet und sortiert. In älteren Beschreibungen wurden Gong Mei und Shou Mei mitunter gleichgesetzt. Beim Kauf deshalb nach Blattgut, Herkunft und Erntejahr fragen. Welche Charge besser schmeckt, entscheidet nicht der Name allein.
„Gong“ steht für Tribut, „mei“ bedeutet „Brauen“. Der Hofschreiber auf unserer Illustration greift diesen Namen auf.
Terroir
Fujian, darunter der Bezirk Jianyang. Abhängig vom Teegarten. Saure Böden; Zusammensetzung je nach Parzelle. Feuchtes subtropisches Klima. Nach der Herkunft des Blattguts fragen. Die Triebe einer lokalen Population können unterschiedlich groß sein.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Behaarte Knospen, Blätter und dünne Stiele; Form und Farbe hängen von Blattgut und Lagerung ab.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Heu, getrocknete Kräuter, manchmal Blüten.
Duft nach dem Aufguss: Blumige und pflanzliche Noten; gereifter Tee kann an Trockenfrüchte erinnern.
Geschmack: Sanfte Süße mit Kräuter- und Blütennoten. Das genaue Profil hängt von der Charge ab.
Abgang: Auf einen angenehmen Nachgeschmack ohne anhaltend trockenes Mundgefühl achten.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Frischer Weißtee wird traditionell als „kühlend“ beschrieben.
Wissenswertes: Die Zusammensetzung hängt von Blattgut und Verarbeitung ab. Der Name Gong Mei legt keine Gehalte einzelner Stoffe fest.
Beim Teetrinken: Für eine Pause am Tag, zum Lesen oder zum Vergleichen von Weißtees.
Koffein: Enthält Koffein. Die Menge pro Tasse hängt von Charge, Dosierung und Zubereitung ab.
Zubereitung
Eine 200-ml-Kanne oder ein Becher mit geräumigem Filter. 3 g auf 200 ml bei 95 °C; für mehr Fülle 100 °C probieren. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 90 s, 120 s, 180 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Ganzjährig. Zum Kennenlernen unterschiedlicher Weißtee-Rohstoffe. Birne oder Kekse; zunächst den Tee pur probieren. Allein oder mit jemandem, der gern Tees vergleicht
Worauf Sie achten können
- Das Verhältnis von Knospen, Blättern und Stielen betrachten.
- Nach dem ersten Schluck auf das Aroma achten.
- Beim Vergleich gleiche Mengen abwiegen und dasselbe Wasser verwenden.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Gong Mei zu?
Eine 200-ml-Kanne oder ein Becher mit geräumigem Filter. 3 g auf 200 ml bei 95 °C; für mehr Fülle 100 °C probieren. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 90 s, 120 s, 180 s.
Wie schmeckt Gong Mei?
Sanfte Süße mit Kräuter- und Blütennoten. Das genaue Profil hängt von der Charge ab.
Wie viel Koffein steckt in Gong Mei?
Enthält Koffein. Die Menge pro Tasse hängt von Charge, Dosierung und Zubereitung ab.
Was ist über Gong Mei noch wissenswert?
Die Zusammensetzung hängt von Blattgut und Verarbeitung ab. Der Name Gong Mei legt keine Gehalte einzelner Stoffe fest.
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