Huang Jin Gui (黃金桂)
Archetyp: Göttin im goldenen Gewand
Guanyins Schwester, die ein goldenes Gewand angelegt hat: eine hohe Osmanthus-Note, ein helles Honigaroma, eine lebendige morgendliche Klarheit.
Geschichte
Huang Jin Gui — „goldener Osmanthus“ — ist der Bruder von Tieguanyin, ebenfalls aus Anxi. Der Strauch reift früher als jeder andere Anxi-Oolong (er heißt „erster Name des Frühlings“), und die erste Ernte beginnt zwei Wochen vor Tieguanyin. Das Blatt wird leichter oxidiert als Tieguanyin (15–25 %), die Röstung ist sehr sanft — daher die charakteristische hohe Osmanthus-Note, heller und leichter als die „Orchidee“ seiner Schwester.
Es heißt, die arme Braut Lin Yan habe für ihre Hochzeit kein einziges Goldstück besessen; der Bräutigam brachte ihr vom Berg einen Zweig eines Teestrauchs mit goldenen Blättern. Als sie den Zweig ins Haar steckte, atmeten die Gäste Osmanthus ein. Seitdem heißt die Sorte „goldener Osmanthus“ — sie kommt zu denen zuerst, die wenig Zeit haben, sich vorzubereiten, aber viel Liebe.
Terroir
300–700 m. roter Lehm mit Sandstein und Quarz. warme Nebel, milde Winter, früher Frühling. Die kanonischen Gärten liegen bei den Dörfern Huang Rong und Xiping. Wegen der frühen Reife trifft Frost den Strauch seltener — Huang Jin Gui hat daher stabilere Erträge als Tieguanyin.
Blatt
trockenes Blatt: feste jadegrüne Kügelchen mit deutlichem goldenem Schimmer; sie duften nach Osmanthus und warmem Honig
erwärmt: das angewärmte Blatt — hohe Osmanthusblüte, Akazienhonig, eine helle Birne
nach Aufguss: nach dem Aufguss — Osmanthus, Honig, die warme Morgenluft, ein zarter Blütenpollen
Geschmack: Osmanthusblüte, goldener Honig, reife Birne, eine leichte Kühle; in langen Aufgüssen eine Honigsüße
Abgang: lang, hell, hinterlässt im Hals ein Osmanthus-Echo
Eigenschaften
TCM: neutral-kühl; öffnet die Lungen, bewegt das Qi, stützt Shen und Magen
Modern: reich an flüchtigen Estern und Theanin; sanfte Anregung, geeignet für ein empfindliches Nervensystem
Cha Qi: leicht, aufsteigend, warm in der oberen Brust; spürbar als „Morgenfreude“
Koffein: moderat (30–45 mg)
Brau-Ritual
ein weißer Gaiwan, 110 ml; 92 °C; 7 g / 110 ml. 10s — das erste Gold: Osmanthus, leichter Honig; 9s — der Höhepunkt: blumiger Pollen, Birne; 12s — die Honignote — warmes Morgenlicht; 18s — eine lange Süße, eine zarte Kühle; 30s — eine späte Note: ein Osmanthus-Echo im Hals; 45s — eine warme Spur des goldenen Morgens.
Wann trinken
Morgen und früher Tag. Frühling und Frühherbst. wenn man ohne Schock aufstehen will; an einem freudigen Morgen; am Beginn eines guten Tages. Akazienhonig, Birne, leichtes Gebäck, weißer Fisch, Obstsalate. Morgen zu zweit; Beginn eines Treffens mit einem Freund; ein Hausfrühstück
Tee-Meditation
- Wende dein Gesicht dem Licht zu.
- Osmanthus ist der Duft des Anfangs, nicht des Endes.
- Begrüße den Morgen mit dem ersten Schluck.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Huang Jin Gui zu?
ein weißer Gaiwan, 110 ml; 92 °C; 7 g / 110 ml. 10s — das erste Gold: Osmanthus, leichter Honig; 9s — der Höhepunkt: blumiger Pollen, Birne; 12s — die Honignote — warmes Morgenlicht; 18s — eine lange Süße, eine zarte Kühle; 30s — eine späte Note: ein Osmanthus-Echo im Hals; 45s — eine warme Spur des goldenen Morgens.
Wie schmeckt Huang Jin Gui?
Osmanthusblüte, goldener Honig, reife Birne, eine leichte Kühle; in langen Aufgüssen eine Honigsüße
Wie viel Koffein steckt in Huang Jin Gui?
moderat (30–45 mg)
Wie wirkt Huang Jin Gui?
reich an flüchtigen Estern und Theanin; sanfte Anregung, geeignet für ein empfindliches Nervensystem
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