Lao Cha Tou (老茶頭)
Archetyp: Wurzeln der Welt
Die verdichteten Wurzeln der Welt: fermentierte Klumpen Shu Puer geben die tiefste Erde und die längste Teerunde.
Geschichte
Lao Cha Tou — „alte Teeköpfe“ — sind natürliche Klumpen, die bei der Fermentation des Shu Puer entstehen. Während der nasse Haufen („Wo Dui“) gärt, wendet der Meister ihn alle paar Tage. Ein Teil des Blattes verklebt durch die freigesetzten Pektine und Zucker zu festen Klumpen — den „Cha Tou“. Früher warf man sie weg; in den 2000ern wurden sie neu bewertet: Cha Tou geben langsam Geschmack ab, ergeben einen sehr dichten und süßen Aufguss und halten viele Aufgüsse.
Die Alten in Menghai sagen: „Wo Dui“ ist „der Lehm Gottes“: der Meister legt das Blatt, Gott knetet die Zeit hinein. Was zu Klumpen wird, sind „die Wurzeln Gottes“: sie gehen zuerst in die Erde und halten alles übrige. Lao Cha Tou ist „die Wurzel des Shu“: man trinkt ihn, wenn man eine Teerunde ohne Ende will.
Terroir
1000–1800 m (Rohstoff). roter Lateritlehm (Rohstoff); entscheidend ist die Verfahrens- und Milieuführung des Wo Dui. Tropen in der Höhe (Rohstoff); für die Fermentation — kontrollierte Feuchte 65–75 % und Temperatur 35–60 °C. Maßstab sind Cha Tou aus dem Wo Dui der Fabrik Menghai. Je älter die Klumpen (nach 5+ Jahren Reifung), desto tiefer und süßer das Profil.
Blatt
trockenes Blatt: dichte Klumpen in dunklem Kastanienbraun, walnussgroß; in der Hand riechen sie nach Schwarzerde und Trockenpilz
erwärmt: der angewärmte Klumpen — Schwarzerde, Trockenpilz, dunkles Holz, Pflaume
nach Aufguss: nach dem Spülen — Schwarzerde, Pilz, Pflaume, warme Erde
Geschmack: dunkles Holz, Pflaume, getrocknete Pilze, warme Erde, ein sehr dichter Aufguss
Abgang: sehr lang, dicht; der Nachhall — „das Setzen der Zeit“ im Bauch
Eigenschaften
TCM: warm; wärmt die Mitte, senkt das Qi, nährt die Nieren, vertreibt sanft Feuchtigkeit
Modern: reich an Fermentationsprodukten (auch Statinen) und natürlichen Zuckern; hilft dem Fettstoffwechsel, gut nach schwerer Mahlzeit
Cha Qi: dicht, absteigend, warm; spürbar wie „eine schwere Handfläche auf dem Bauch“
Koffein: niedrig (15–30 mg)
Brau-Ritual
ein Tonkrug, 150 ml — die Klumpen geben ihr Aroma langsam ab; 100 °C; 8 g / 150 ml. 15s — der erste dichte Schluck: Holz, Schwarzerde; 18s — der Höhepunkt: Pflaume, getrocknete Pilze; 22s — eine tiefe warme Erde; 30s — eine lange dichte Spur; 45s — ein sehr langsames Echo; 70s — eine späte Tiefe; 120s — das Finale lässt sich kochen — die Wurzeln geben nicht nach.
Wann trinken
Tag und Abend. Herbst und Winter. für lange Teerunden, wenn man die Zeit nicht zählt, nach schwerer Mahlzeit. Datteln, Trockenfrucht, dunkler Honig, Pilze, dunkles Gebäck, schwere Fleischgerichte. eine große Teerunde; ein Gespräch, das die Zeit nicht drängt
Tee-Meditation
- Dieser Tee ist für lange Selbstgespräche.
- Zähle die Aufgüsse nicht.
- Die Wurzeln der Welt wachsen nach unten — dorthin, wo auch du hinmusst.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Lao Cha Tou zu?
ein Tonkrug, 150 ml — die Klumpen geben ihr Aroma langsam ab; 100 °C; 8 g / 150 ml. 15s — der erste dichte Schluck: Holz, Schwarzerde; 18s — der Höhepunkt: Pflaume, getrocknete Pilze; 22s — eine tiefe warme Erde; 30s — eine lange dichte Spur; 45s — ein sehr langsames Echo; 70s — eine späte Tiefe; 120s — das Finale lässt sich kochen — die Wurzeln geben nicht nach.
Wie schmeckt Lao Cha Tou?
dunkles Holz, Pflaume, getrocknete Pilze, warme Erde, ein sehr dichter Aufguss
Wie viel Koffein steckt in Lao Cha Tou?
niedrig (15–30 mg)
Wie wirkt Lao Cha Tou?
reich an Fermentationsprodukten (auch Statinen) und natürlichen Zuckern; hilft dem Fettstoffwechsel, gut nach schwerer Mahlzeit
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