Lao Cha Tou (老茶頭)
Archetyp: Wurzeln der Welt
Die verdichteten Wurzeln der Welt: fermentierte Klumpen Shu Puer geben die tiefste Erde und die längste Teerunde.
Geschichte
Lao Cha Tou — „alte Teeköpfe“ — sind natürliche Klumpen, die bei der Fermentation des Shu Puer entstehen. Während der nasse Haufen („Wo Dui“) gärt, wendet der Meister ihn alle paar Tage. Ein Teil des Blattes verklebt durch die freigesetzten Pektine und Zucker zu festen Klumpen — den „Cha Tou“. Früher warf man sie weg; in den 2000ern wurden sie neu bewertet: Cha Tou geben langsam Geschmack ab, ergeben einen sehr dichten und süßen Aufguss und halten viele Aufgüsse.
Terroir
Maßstab sind Cha Tou aus dem Wo Dui der Fabrik Menghai. Je älter die Klumpen (nach 5+ Jahren Reifung), desto tiefer und süßer das Profil.
Blatt
dunkles Holz, Pflaume, getrocknete Pilze, warme Erde, ein sehr dichter Aufguss sehr lang, dicht; der Nachhall — „das Setzen der Zeit“ im Bauch
Eigenschaften
reich an Fermentationsprodukten (auch Statinen) und natürlichen Zuckern; hilft dem Fettstoffwechsel, gut nach schwerer Mahlzeit dicht, absteigend, warm; spürbar wie „eine schwere Handfläche auf dem Bauch“ niedrig (15–30 mg)
Brau-Ritual
ein Tonkrug, 150 ml — die Klumpen geben ihr Aroma langsam ab; 100 °C; 8 g / 150 ml. 15s — der erste dichte Schluck: Holz, Schwarzerde; 18s — der Höhepunkt: Pflaume, getrocknete Pilze; 22s — eine tiefe warme Erde; 30s — eine lange dichte Spur; 45s — ein sehr langsames Echo; 70s — eine späte Tiefe; 120s — das Finale lässt sich kochen — die Wurzeln geben nicht nach.
Wann trinken
Tag und Abend. Herbst und Winter. für lange Teerunden, wenn man die Zeit nicht zählt, nach schwerer Mahlzeit