Gereifter Shu-Pu-Erh (熟普洱)
Teebild: Xuanwu
Gereifter Shu-Pu-Erh wurde nach der feuchten Haufenfermentation mehrere Jahre gelagert. Eine gute Charge kann Holz- und Trockenfruchtnoten sowie einen vollen, leicht süßen Aufguss bieten. Für die Qualität sind das Blattgut, die Fermentation und die Lagerbedingungen entscheidend; das Alter allein sagt wenig aus.
Geschichte
Die moderne Shu-Produktion entwickelte sich in Yunnan in den 1970er-Jahren. Ausgangsmaterial ist sonnengetrockneter Maocha aus Yunnans großblättriger Teegruppe. Er wird befeuchtet, aufgeschichtet und gewendet, während Wärmeentwicklung und mikrobielle Fermentation kontrolliert werden. Danach wird der Tee getrocknet, sortiert und lose oder gepresst verkauft. Shu lässt sich ohne jahrelanges Warten trinken. Weitere Lagerung verändert Duft und Geschmack, macht daraus aber keinen alten Sheng. Vor dem Kauf nach den Daten des Blattguts, der Fermentation und der Pressung sowie dem Lagerort fragen. Mit einer Probe beginnen.
Xuanwu ist das künstlerische Motiv dieser Karte. Ein ruhiges Tempo lässt sich selbst bestimmen; der Tee muss keine bestimmten Körperempfindungen auslösen.
Terroir
Yunnan; Anbauort und Fermentationsort können verschieden sein. Je nach Herkunft des Blattguts, das aus mehreren Gebieten stammen kann. Unterschiedliche Böden in Yunnans Teegebieten. Anbauklima und Lagerbedingungen wirken in unterschiedlichen Lebensphasen des Tees. Neben der Fabrik auch die Lagergeschichte erfragen. Zu Hause vor Nässe, Sonnenlicht und fremden Gerüchen schützen.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Dunkelbraune Blätter, gelegentlich goldene Knospen und Stiele. Blattgröße und Pressdichte variieren.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Holz und Trockenfrüchte, manchmal nussige oder erdige Noten.
Duft nach dem Aufguss: Holziger, süßlicher Duft. Muffige oder schimmelige Gerüche sind kein Vorzug des Alters.
Geschmack: Möglich sind Holz, Trockenpflaumen, Datteln oder Nüsse. Auch die Dosierung beeinflusst die Fülle.
Abgang: Auf Geschmeidigkeit und anhaltende Süße achten; ein stundenlanger Nachgeschmack ist kein Qualitätskriterium.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Traditionelle Beschreibungen nennen Shu häufig mild und wärmend.
Wissenswertes: Fermentation verändert die Blattzusammensetzung. Der Tee ist deshalb weder eine Cholesterintherapie noch ein Ausgleich für übermäßiges Essen.
Beim Teetrinken: Für Menschen, die Holznoten und einen vollen Aufguss mögen.
Koffein: Enthält Koffein. Fermentation und Alter garantieren keine niedrigen Werte; ein milder Geschmack kann einen starken Aufguss verbergen.
Zubereitung
Porzellan-Gaiwan oder kleine glasierte Teekanne mit 120 ml. 5 g auf 120 ml bei 100 °C. Gepressten Tee in kleine Stücke lösen, nicht zu Staub zerreiben. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Besonders angenehm bei kühlem Wetter. Wenn ein voller, holziger Tee gefragt ist. Gebackene Süßkartoffel oder dunkle Schokolade; zuerst pur probieren. Allein oder bei einem langen Gespräch
Worauf Sie achten können
- Den Tee vor dem Aufguss ansehen.
- Duft und Klarheit in einer hellen Tasse beurteilen.
- Heißen und leicht abgekühlten Tee vergleichen.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Gereifter Shu-Pu-Erh zu?
Porzellan-Gaiwan oder kleine glasierte Teekanne mit 120 ml. 5 g auf 120 ml bei 100 °C. Gepressten Tee in kleine Stücke lösen, nicht zu Staub zerreiben. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wie schmeckt Gereifter Shu-Pu-Erh?
Möglich sind Holz, Trockenpflaumen, Datteln oder Nüsse. Auch die Dosierung beeinflusst die Fülle.
Wie viel Koffein steckt in Gereifter Shu-Pu-Erh?
Enthält Koffein. Fermentation und Alter garantieren keine niedrigen Werte; ein milder Geschmack kann einen starken Aufguss verbergen.
Was ist über Gereifter Shu-Pu-Erh noch wissenswert?
Fermentation verändert die Blattzusammensetzung. Der Tee ist deshalb weder eine Cholesterintherapie noch ein Ausgleich für übermäßiges Essen.
Verwandte Tees