Gereifter Shu-Pu-Erh (熟普洱)
Archetyp: Schwarze Schildkröte Xuanwu
Die Schwarze Schildkröte Xuanwu zieht durch tiefes Wasser: eine erdige Weisheit, eine holzige Süße, ein dunkles, absteigendes Qi.
Geschichte
Shu Puer ist ein relativ junger Stil (das Verfahren „Wo Dui“, „nasser Haufen“, wurde 1973 in Kunming entwickelt). Davor gab es Puer nur als „Sheng“ — Blatt, das über Jahrzehnte reift. „Wo Dui“ ahmt dieses Reifen nach: das Blatt wird in großen Haufen geschichtet und mit warmem Wasser begossen, bei 50–70 °C und 80 % Feuchte 45–60 Tage lang. Mit den Jahren weicht die „Komposit“-Note junger Shu, und es bleiben holzige Tiefe, Trockenpflaume und süße Schwarzerde. Gereifter Shu (10+ Jahre) ist einer der mildesten Tees überhaupt.
Die Schwarze Schildkröte Xuanwu ist einer der vier himmlischen Wächter. Sie hütet den Norden, das Wasser und den Winter; ihr Panzer ist schwarz wie tiefes Wasser, ihr Gang langsam und unwiderruflich. Alte Meister sagen, gereifter Shu sei Xuanwu selbst, in die Tasse gestiegen: jeder Schluck zieht den Körper zur Erde wie ein schweres, aber gütiges Gewicht. Eile sie nicht. Rufe sie nicht.
Terroir
1000–2000 m, gebirgiges Gelände. roter Lateritlehm, reich an Eisen und Aluminium, gut drainiert. Tropen in der Höhe: warm-feuchte Luft, starke Saisonregen. Bestes Blatt für Shu ist Da Ye („Großblatt“) der Yunnan-Subspezies (Camellia sinensis var. assamica). Die alten Gärten von Menghai sind der Maßstab; das Fermentationsmodell „Menghai 7572“ gilt als Stilkanon.
Blatt
trockenes Blatt: dunkel-kastanienbraunes gedrehtes Blatt und einzelne goldene Knospen; in der Hand ein tiefer warmer Duft nach Erde, Holz und Trockenfrucht
erwärmt: der angewärmte Haufen riecht nach warmer Schwarzerde, getrockneten Pilzen, reifer Pflaume und einem feinen Hauch Weihrauch
nach Aufguss: nach dem Spülen — nasser Wald, feuchte Rinde, Pflaume, dunkler Honig
Geschmack: dunkles Holz, Pflaume, getrockneter Pilz, süße Schwarzerde; im Reifen — Dattel, warme Melasse, Weihrauch
Abgang: lang, weich, im Bauch absinkend; der Nachhall hält eine Stunde und mehr, hinterlässt im Körper einen „warmen Anker“
Eigenschaften
TCM: neutral-warm; senkt das Qi, wärmt Mitte und Nieren, hilft dem Magen bei schwerer Kost, trocknet sanft die Feuchtigkeit
Modern: hoher Gehalt an Polyphenolen und Fermentationsprodukten (Aspergillus-Statine, Lovastatin-ähnlich); unterstützt den Fettstoffwechsel, senkt mild die Blutfette — der bekannte „Tee nach dem Festmahl“
Cha Qi: dicht, absteigend; spürbar wie „Atem, der in den Bauch sinkt“, und eine Schwere in den Sohlen
Koffein: niedrig (20–35 mg) — der größte Teil des Koffeins wird bei der Fermentation gebunden
Brau-Ritual
ein Yixing-Kännchen, 110 ml, aus Hunni — es nimmt Shu über die Jahre auf; 100 °C, kochend; 7 g / 110 ml. 8s — der erste dunkle Schluck: Holz, Pflaume; 10s — der Höhepunkt: getrockneter Pilz, süße Schwarzerde; 12s — eine tiefe holzige Süße; 15s — eine lange dunkle Ruhe; 22s — eine späte Erdspur; 35s — eine langsame Tiefe — nichts drängt; 55s — das Finale — ein warmes Echo im Bauch; 80s — ein sehr langer Schwanz — trinkt sich stundenlang.
Wann trinken
Tag und früher Abend; ideal nach Mittag- oder Abendessen. Herbst, Winter und feuchte Übergangszeit. nach schwerer Mahlzeit, an Tagen, an denen der Kopf in den Wolken ist und man auf die Erde will, nach einem schweren emotionalen Tag. Datteln, dunkle Trockenfrucht, gebackene Süßkartoffel, Fleisch, Bitterschokolade, Weihrauch als Hintergrund. gut in jeder Runde; besonders — für lange Teerunden, in denen man die Zeit verlieren darf
Tee-Meditation
- Sinke wie die Schildkröte auf den Grund.
- Dieser Tee hebt nicht — er senkt.
- Atme mit dem Bauch. Jeder Schluck ist ein sich setzendes Gewicht des Körpers.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Gereifter Shu-Pu-Erh zu?
ein Yixing-Kännchen, 110 ml, aus Hunni — es nimmt Shu über die Jahre auf; 100 °C, kochend; 7 g / 110 ml. 8s — der erste dunkle Schluck: Holz, Pflaume; 10s — der Höhepunkt: getrockneter Pilz, süße Schwarzerde; 12s — eine tiefe holzige Süße; 15s — eine lange dunkle Ruhe; 22s — eine späte Erdspur; 35s — eine langsame Tiefe — nichts drängt; 55s — das Finale — ein warmes Echo im Bauch; 80s — ein sehr langer Schwanz — trinkt sich stundenlang.
Wie schmeckt Gereifter Shu-Pu-Erh?
dunkles Holz, Pflaume, getrockneter Pilz, süße Schwarzerde; im Reifen — Dattel, warme Melasse, Weihrauch
Wie viel Koffein steckt in Gereifter Shu-Pu-Erh?
niedrig (20–35 mg) — der größte Teil des Koffeins wird bei der Fermentation gebunden
Wie wirkt Gereifter Shu-Pu-Erh?
hoher Gehalt an Polyphenolen und Fermentationsprodukten (Aspergillus-Statine, Lovastatin-ähnlich); unterstützt den Fettstoffwechsel, senkt mild die Blutfette — der bekannte „Tee nach dem Festmahl“
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