Lapsang Souchong (煙小種)
Teebild: Jäger am Herd
Lapsang Souchong ist vor allem als Schwarztee mit Kiefernraucharoma bekannt. Hier geht es um die geräucherte Variante. In einem guten Aufguss bleiben unter dem Rauch Süße und der Eigengeschmack des Tees erkennbar, manchmal mit Anklängen an getrocknete Longan. Am besten mit einer Probe beginnen, denn die Rauchintensität unterscheidet sich deutlich.
Geschichte
Der Name Lapsang Souchong ist mit Zhengshan Xiaozhong aus Tongmu im Wuyi-Gebirge verbunden. Zur traditionellen Verarbeitung gehören Welken, Rollen, Oxidieren und Trocknen. Wärme und Rauch von Kiefernholz werden in mehrgeschossigen Qinglou-Werkstätten genutzt. Der Tee muss dabei nicht über einer offenen Flamme liegen: Wärme und Rauch können durch Kanäle zugeführt werden. Heute gibt es auch ungeräucherten Zhengshan Xiaozhong. Im internationalen Handel meint Lapsang häufig den rauchigen Stil. Der Name allein belegt daher keine genaue Herkunft. Nach Anbauort und Räucherung fragen.
Der Jäger am Herd auf unserer Illustration greift das Raucharoma auf. Geschichten über durchziehende Soldaten, die zufällig zur Entstehung des Tees führten, werden als Legenden erzählt. Ein genaues Entstehungsdatum lässt sich daraus nicht ableiten.
Terroir
Historisches Zentrum: Tongmu, Wuyi-Gebirge, Fujian; Herkunft des konkreten Produkts prüfen. Höhenlage je nach Garten und Blattursprung. In Tongmu saure rote und gelbrote Böden. Feuchte Berglandschaft mit Regen und Nebel. Kräftiger Rauchduft sagt etwas über die Verarbeitung, bestätigt aber für sich genommen keine Herkunft aus Tongmu.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Dunkle gedrehte Blätter mit Rauchduft; Größe und Gleichmäßigkeit je nach Produkt.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Kiefernrauch und Holz, teilweise süßliche Fruchtnoten.
Duft nach dem Aufguss: Rauch mit Holz- und Trockenfruchtnoten.
Geschmack: Kiefernrauch und sanfte Süße, möglicherweise getrocknete Longan. Prüfen, ob der Eigengeschmack des Tees erkennbar bleibt.
Abgang: Eine Rauchnote kann nachklingen; Stärke und Dauer variieren.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: In traditionellen chinesischen Einteilungen wird Schwarztee meist als wärmend beschrieben.
Wissenswertes: Das Raucharoma entsteht bei der Verarbeitung. Es sagt nichts über Koffeingehalt oder Heilwirkungen aus.
Beim Teetrinken: Für Menschen, die rauchige Aromen in Speisen und Getränken mögen.
Koffein: Enthält Koffein. Die Menge hängt von Blattgut, Portion und Zubereitung ab.
Zubereitung
200-ml-Kanne aus Porzellan oder glasierter Keramik; darin bleibt der Duft weniger hartnäckig zurück. 3 g auf 200 ml bei 95 °C. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 120 s, 180 s, 240 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Ganzjährig, besonders bei kühlem Wetter. Wenn ein deutlich rauchiger Tee gewünscht ist. Dunkle Schokolade, gebackener Kürbis oder Brot mit Käse. Mit einem Buch oder beim Gespräch
Worauf Sie achten können
- Zuerst an den trockenen Blättern riechen.
- Im Aufguss Rauch und Süße auseinanderhalten.
- Den Duft heiß und leicht abgekühlt vergleichen.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Lapsang Souchong zu?
200-ml-Kanne aus Porzellan oder glasierter Keramik; darin bleibt der Duft weniger hartnäckig zurück. 3 g auf 200 ml bei 95 °C. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 120 s, 180 s, 240 s.
Wie schmeckt Lapsang Souchong?
Kiefernrauch und sanfte Süße, möglicherweise getrocknete Longan. Prüfen, ob der Eigengeschmack des Tees erkennbar bleibt.
Wie viel Koffein steckt in Lapsang Souchong?
Enthält Koffein. Die Menge hängt von Blattgut, Portion und Zubereitung ab.
Was ist über Lapsang Souchong noch wissenswert?
Das Raucharoma entsteht bei der Verarbeitung. Es sagt nichts über Koffeingehalt oder Heilwirkungen aus.
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