Lu’an Guapian (六安瓜片)
Teebild: Samen im Gras
Lu’an Guapian wird aus einzelnen Blättern hergestellt; Knospen und Stiele werden entfernt. Das fertige ovale Blatt erinnert an einen Melonenkern und gibt dem Tee seinen Namen. Der Grüntee aus Anhui schmeckt ausgeprägt pflanzlich, mitunter mit warmen Nussnoten aus der Trocknung.
Geschichte
Guapian gehört zur Teetradition von Lu’an am Dabie-Gebirge. Die gepflückten Blätter werden getrennt und sortiert, dann in Pfannen erhitzt und geformt. Die traditionelle Trocknung umfasst Mao Huo, Xiao Huo und Lao Huo. Im letzten Schritt wird ein Blattkorb wiederholt über starke Hitze gehalten und wieder weggehoben. Das prägt Duft und Form. Die Frühjahrspflücke hängt von Ort und Wetter ab; deshalb nach dem Erntedatum der jeweiligen Charge fragen.
Der Kern auf unserer Illustration spielt auf die Blattform an. Ein trockenes, kahnförmiges Blatt mit dem geöffneten nassen Blatt vergleichen: So wird die Formgebung bei der Herstellung sichtbar.
Terroir
Lu’an im Westen von Anhui, am Dabie-Gebirge; bekannte Anbaugebiete sind Yu’an und Jinzhai. Je nach Garten unterschiedlich. Boden und Wasserabfluss hängen von der Parzelle ab. Feuchtes Klima; Wald und Gelände schaffen unterschiedliche Lichtverhältnisse. Nach Anbauort und Trocknung fragen. Zum Vergleich von Chargen hilft ein gleiches Aufgussrezept mehr als die Aufschrift „kaiserlich“.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Einzelne ovale grüne Blätter mit eingerollten Rändern, ohne Knospen und Stiele.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Warme pflanzliche, nussige oder leicht geröstete Noten sind möglich.
Duft nach dem Aufguss: Feuchte Blätter duften nach frischem Grün; Trocknungsnoten unterscheiden sich je nach Charge.
Geschmack: Ausgeprägt pflanzlich, manchmal mit Nuss- oder Kastaniennoten. Die Süße lässt sich im leicht abgekühlten Tee besser beurteilen.
Abgang: Angenehmer Nachgeschmack ohne grobe Trockenheit. Langes Ziehen kann die Adstringenz verstärken.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Traditionell wird Grüntee als „kühlend“ eingeordnet.
Wissenswertes: Rohstoff und Verarbeitung prägen den Aufguss. Für einen Vergleich zweier Chargen gleiche Mengen abwiegen und dasselbe Wasser verwenden.
Beim Teetrinken: Beim Arbeiten eine angenehme Stärke wählen; mehrere Aufgüsse erhöhen die insgesamt getrunkene Menge.
Koffein: Auch Tee ohne Knospen enthält Koffein. Die Menge pro Tasse hängt von Charge, Dosierung und Ziehzeit ab.
Zubereitung
Eine 200-ml-Kanne oder ein Aufgussbecher, der sich vollständig abgießen lässt. 3 g auf 200 ml bei 85–90 °C. Bei Adstringenz zunächst die Ziehzeit kürzen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 60 s, 90 s, 120 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber, je nach Koffeinempfindlichkeit. Ganzjährig; dicht verschlossen vor Wärme und Fremdgerüchen schützen. Zum Kennenlernen eines Grüntees aus einzelnen Blättern. Reis, gedämpftes Gemüse oder schlichtes Gebäck. In einer Pause oder zum Vergleich mit Maofeng
Worauf Sie achten können
- Die eingerollten Ränder eines trockenen Blatts ansehen.
- Beobachten, wie sie sich im Wasser öffnen.
- Pflanzliche und nussige Noten beim Abkühlen vergleichen.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Lu’an Guapian zu?
Eine 200-ml-Kanne oder ein Aufgussbecher, der sich vollständig abgießen lässt. 3 g auf 200 ml bei 85–90 °C. Bei Adstringenz zunächst die Ziehzeit kürzen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 60 s, 90 s, 120 s.
Wie schmeckt Lu’an Guapian?
Ausgeprägt pflanzlich, manchmal mit Nuss- oder Kastaniennoten. Die Süße lässt sich im leicht abgekühlten Tee besser beurteilen.
Wie viel Koffein steckt in Lu’an Guapian?
Auch Tee ohne Knospen enthält Koffein. Die Menge pro Tasse hängt von Charge, Dosierung und Ziehzeit ab.
Was ist über Lu’an Guapian noch wissenswert?
Rohstoff und Verarbeitung prägen den Aufguss. Für einen Vergleich zweier Chargen gleiche Mengen abwiegen und dasselbe Wasser verwenden.
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