Taiping Houkui (太平猴魁)
Teebild: Kranich im Bambushain
Taiping Houkui erkennt man an seinen langen, flachen Trieben: Zwei Blätter umschließen eine Knospe. Der Grüntee aus dem Bezirk Huangshan in Anhui schmeckt meist mild pflanzlich und duftet blumig. Ein geräumiges Gefäß erspart es, die Blätter für einen kleinen Gaiwan zu zerbrechen.
Geschichte
Taiping war der frühere Kreisname im heutigen Bezirk Huangshan. Mit der Geschichte des Tees sind Houkeng und Hougang verbunden. Für traditionellen Houkui verwendet man die großblättrige Sorte Shi Da Cha. Nach der Ernte werden Triebe mit einer Knospe und zwei Blättern ausgewählt, erhitzt, geradegerichtet, flach geformt und in Etappen getrocknet. Die Saison beginnt üblicherweise um Guyu in der zweiten Aprilhälfte; der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter ab.
Der Kranich im Bambus ist unsere Illustration, angeregt durch die längliche Blattform. Vor und nach dem Aufguss lohnt sich ein Blick: Der trockene Trieb ist flach, im Wasser lösen sich die weich werdenden Blätter von der Knospe.
Terroir
Bezirk Huangshan, Anhui; historisch Taiping. Je nach Teegarten unterschiedlich. Boden, Bodentiefe und Wasserabfluss variieren zwischen den Parzellen. Feuchte Berghänge; Licht und Frühlingstemperaturen beeinflussen das Wachstum. Nach Dorf, Pflückdatum und Formgebung fragen. Die Blattlänge allein belegt weder Herkunft noch Qualität.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Lange, flache grüne Triebe mit sichtbaren Adern; zwischen zwei Blättern liegt eine Knospe.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Im warmen Gefäß können eine leichte Blütensüße und frische Pflanzennoten hervortreten.
Duft nach dem Aufguss: Feuchte Blätter erinnern mitunter an frisches Grün und Blüten; der Duft wird oft mit Orchideen verglichen.
Geschmack: Milde pflanzliche Frische, leichte Süße und blumige Noten. Die Dosierung beeinflusst die Stärke deutlich.
Abgang: Nach dem Schluck auf Süße und Trockenheit achten. Bei einem pelzigen Mundgefühl den nächsten Aufguss kürzer halten.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Die traditionelle Beschreibung von Grüntee als „kühlend“ gehört zu einer kulturellen Einteilung.
Wissenswertes: Aus der Blattgröße lässt sich der Gehalt an Theanin oder adstringierenden Stoffen nicht ableiten; Rohstoff und Verarbeitung sind entscheidend.
Beim Teetrinken: Für eine kurze Pause am Tag zunächst eine mäßig kräftige Tasse aufgießen.
Koffein: Enthält Koffein; einen einheitlichen Wert pro Tasse gibt es nicht. Den Tee wiegen, denn die langen Blätter brauchen viel Platz.
Zubereitung
Eine geräumige 250-ml-Kanne oder ein hohes Aufgussglas; den Tee durch ein Sieb abgießen. Mit 3 g auf 250 ml bei 85 °C beginnen. Blätter locker einlegen; bei schwachem Geschmack 90 °C versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 90 s, 120 s, 180 s.
Wann trinken
Morgens oder tagsüber. Ganzjährig; die geöffnete Packung dicht verschlossen vor Wärme und Fremdgerüchen schützen. Zum Erkunden einer ungewöhnlichen Blattform. Birne, Reis oder milder Käse; den Tee zuerst pur kosten. Mit Gästen am Tisch oder in einer ruhigen Pause
Worauf Sie achten können
- Die Knospe zwischen den beiden Blättern suchen.
- Beobachten, wie sich der Trieb im Wasser verändert.
- Blattduft und etwas abgekühlten Aufguss vergleichen.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Taiping Houkui zu?
Eine geräumige 250-ml-Kanne oder ein hohes Aufgussglas; den Tee durch ein Sieb abgießen. Mit 3 g auf 250 ml bei 85 °C beginnen. Blätter locker einlegen; bei schwachem Geschmack 90 °C versuchen. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 90 s, 120 s, 180 s.
Wie schmeckt Taiping Houkui?
Milde pflanzliche Frische, leichte Süße und blumige Noten. Die Dosierung beeinflusst die Stärke deutlich.
Wie viel Koffein steckt in Taiping Houkui?
Enthält Koffein; einen einheitlichen Wert pro Tasse gibt es nicht. Den Tee wiegen, denn die langen Blätter brauchen viel Platz.
Was ist über Taiping Houkui noch wissenswert?
Aus der Blattgröße lässt sich der Gehalt an Theanin oder adstringierenden Stoffen nicht ableiten; Rohstoff und Verarbeitung sind entscheidend.
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