Lü Mu Dan (Grüne Pfingstrose) (綠牡丹)
Archetyp: Tänzerin, die den Fächer öffnet
Dieser Tee ist ein Blattbündel, das sich im Wasser zu einer Blüte öffnet: lichtes Grün, Orchideenfrische, ein langsamer Tanz im Glas.
Geschichte
Lü Mu Dan — die „grüne Pfingstrose“ — ist ein von Hand gebundener Blütentee aus dem Kreis She in Huangshan. Junge Triebe und Knospen einer einzigen Frühlingspflückung werden mit einem Seidenfaden zu einer flachen Scheibe gebunden, die sich im heißen Wasser langsam zur „Pfingstrose“ entfaltet. Seine heutige Form gab dem Tee 1986 der Meister Wang Guoxiang, der die alte Kunst der gebundenen Tees mit dem grünen Blatt der Hochgebirgsgärten Anhuis verband. Es ist ein Tee des Schauspiels: man trinkt ihn nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Augen.
Terroir
Die beste „Pfingstrose“ wird nur aus der ersten Frühlingspflückung eines einzigen Gartens gebunden — sonst öffnet sich die Scheibe ungleichmäßig.
Blatt
leicht, blumig, mit Orchideenfrische und der weichen Süße jungen Blattes klar, kurz, hinterlässt eine blumige Kühle am Gaumen
Eigenschaften
reich an Theanin und Catechinen; ein sanfter Auftrieb, der erfrischt, ohne scharf zu sein leicht, aufsteigend, die Brust öffnend; wie ein „Einatmen einer Blüte“ niedrig (25–40 mg)
Brau-Ritual
ein hohes 250-ml-Glas — um die „Pfingstrose“ aufgehen zu sehen; 80 °C, weich; 4 g / 250 ml. 60s — das Bündel beginnt sich zu öffnen: junges Gras, Orchidee; 90s — der Höhepunkt der Blütigkeit: weiße Blüte, frisches Grün; 120s — ein feines Echo, leichte Kastanie.
Wann trinken
Morgen und Tag. Frühling. wenn man stille Schönheit sucht, zur Betrachtung, für eine langsame Begegnung