Rou Gui (肉桂)
Teebild: Tiger im Zimthain
Rou Gui ist ein Wuyi-Felsen-Oolong aus dem gleichnamigen Kultivar. Sein Name bedeutet „Zimt“ und beschreibt einen Duft, der an das Gewürz erinnert. Dem Tee wird dafür keine Zimtrinde zugesetzt. Neben würzigen Noten können Blüten, reife Früchte und Röstaromen hervortreten.
Geschichte
Rou Gui gehört zur Familie der Yancha aus Wuyishan im Nordwesten Fujians. Die Blätter werden gewelkt, mit Ruhepausen geschüttelt, zum Stoppen der Oxidation erhitzt, gerollt und getrocknet. Weitere Röstung prägt Duft und Geschmack. Der Röstgrad variiert; sehr dunkle Blätter oder kräftiger Rauchgeruch sind keine notwendigen Sortenmerkmale.
Der Tiger im Zimthain ist ein für diese Seite geschaffenes Motiv, angeregt durch Namen und würzigen Duft.
Terroir
Wuyishan im Nordwesten Fujians. Je nach Lage; Teegärten liegen nicht nur in schmalen Schluchten. Örtlich unterschiedliche Böden; „Felsentee“ gibt keinen Mineralstoffgehalt der Tasse an. Feuchtes Klima; Sonneneinstrahlung und Windschutz hängen vom Gelände ab. Fragen Sie nach Garten, Erntejahr und Röstung. Ein berühmter Ortsname hilft nur zusammen mit verlässlichen Angaben zur Partie.
Blatt und Geschmack
trockenes Blatt: Länglich gerollte Blätter, meist in Brauntönen.
Duft im vorgewärmten Gefäß: Vergleichen Sie im angewärmten Gefäß die Würze mit dem Röstduft.
Duft nach dem Aufguss: Am etwas abgekühlten nassen Blatt lassen sich Blüten- und Fruchtnoten oft leichter wahrnehmen.
Geschmack: Die Zimtassoziation kann dezent sein; der Tee muss nicht scharf schmecken. Suchen Sie hinter der Röstung nach Süße, Fülle und Blattgeschmack.
Abgang: Vergleichen Sie nach einem Schluck Würze, Süße und trockenes Mundgefühl. Ein angenehmer Geschmack zählt mehr als seine Dauer.
Eigenschaften
Traditionelle Einordnung: Der Name bezeichnet in der chinesischen Medizin auch Zimt. Eigenschaften der Rinde lassen sich nicht auf diesen Tee übertragen.
Wissenswertes: Lassen Sie den Tee etwas abkühlen und vergleichen Sie die würzigen Noten mit den Röstaromen. Welche davon bleiben nach dem ersten heißen Schluck deutlich?
Beim Teetrinken: Eine warme Tasse mit würzigem Duft kann nach einem Spaziergang angenehm sein. Das eigene Erleben muss keiner Beschreibung von „Tee-Qi“ entsprechen.
Koffein: Der Koffeingehalt der Tasse hängt von Blattmenge und Zubereitung ab. Beginnen Sie bei Empfindlichkeit mit einer kleinen Portion.
Zubereitung
Ein Gaiwan oder eine kleine Kanne mit 120 ml; besondere Yixing-Tonarten sind nicht nötig. 95–100 °C, geruchsneutrales Wasser; zunächst 5 g auf 120 ml. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wann trinken
Tagsüber; am Abend die Wirkung von Koffein auf den Schlaf bedenken. Ganzjährig, auch nach einem Herbst- oder Winterspaziergang. Zum Kennenlernen eines würzigen Felsen-Oolongs. Bratapfel oder etwas dunkle Schokolade, nachdem Sie den Tee ohne Essen probiert haben. Bei einem Gespräch oder im Vergleich mit Shui Xian
Worauf Sie achten können
- Nehmen Sie einen kleinen Schluck, sobald der Tee angenehm abgekühlt ist.
- Versuchen Sie, Würze und Röstung zu unterscheiden.
- Prüfen Sie beim zweiten Aufguss, ob die Süße deutlicher wird.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Rou Gui zu?
Ein Gaiwan oder eine kleine Kanne mit 120 ml; besondere Yixing-Tonarten sind nicht nötig. 95–100 °C, geruchsneutrales Wasser; zunächst 5 g auf 120 ml. Ziehzeiten der aufeinanderfolgenden Aufgüsse: 15 s, 15 s, 20 s, 30 s, 45 s, 60 s.
Wie schmeckt Rou Gui?
Die Zimtassoziation kann dezent sein; der Tee muss nicht scharf schmecken. Suchen Sie hinter der Röstung nach Süße, Fülle und Blattgeschmack.
Wie viel Koffein steckt in Rou Gui?
Der Koffeingehalt der Tasse hängt von Blattmenge und Zubereitung ab. Beginnen Sie bei Empfindlichkeit mit einer kleinen Portion.
Was ist über Rou Gui noch wissenswert?
Lassen Sie den Tee etwas abkühlen und vergleichen Sie die würzigen Noten mit den Röstaromen. Welche davon bleiben nach dem ersten heißen Schluck deutlich?
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