Shui Xian (水仙)
Archetyp: Wassernarzisse am Stein
Eine Narzisse am Steinrand: die schwere Kühle der Mineralien und ein zarter blumiger Atem.
Geschichte
„Wassernarzisse“ ist die älteste und am weitesten verbreitete Sorte der Wuyi-Yancha. Der kanonische Shui Xian wird aus den großen Blättern alter Sträucher („lao cong“, alter Strauch) gefertigt, zu 50–60 % oxidiert und lange geröstet, wobei die charakteristische Doppelnote entsteht — oben eine kühle Blume, unten warmes Holz. Alte Sträucher ab 60 Jahren liefern „lao cong shui xian“ mit einer besonders tiefen Vanille-Holz-Basis.
Die Überlieferung erzählt von einem wandernden Mönch, der in den Wuyi-Bergen Wasser suchte und an einem Felsen einen Strauch mit langen Blättern fand, dem er um einen Schluck bat. Das Blatt gab ihm Wasser, kühl wie aus einer Quelle. Seitdem hat dieser Tee zwei Namen: „Narzisse“ für das Blütenaroma und „Wasser“ für die Kühle im Hals.
Terroir
300–800 m. roter Sandstein, Quarzschotter, eine dünne Organikschicht. dichte Nebel, schmale Schluchten, direkte Sonne ist selten. Der beste Shui Xian kommt aus den Wuyi-Bergen; „lao cong“ (alter Strauch) gibt die längste Vanille-Holz-Note. Nachbarkreise liefern ein ähnliches, aber weniger mineralisches Blatt.
Blatt
trockenes Blatt: lange dunkle gedrehte Strähnen mit kohlenartigem Schimmer, größer als bei Da Hong Pao; in der Hand eine kühle Blüten- und Holznote
erwärmt: das angewärmte Blatt — eine kühle Orchidee, feuchter Stein, eine zarte Vanille, der Rauch der Röstung
nach Aufguss: nach dem Aufguss — dunkle Orchidee, feuchter Fels, Vanille, warme Zedernrinde
Geschmack: dunkle Orchidee, feuchter Stein, Vanille, holzige Süße; bei „lao cong“ vertiefte Vanille-Zeder-Basis
Abgang: lang, kühl, eine mineralische Spur, die wie eine Note kalten Wassers im Hals bleibt
Eigenschaften
TCM: neutral-kühl; öffnet die Brust, lässt aufgestiegenes Yang sinken, stützt sanft den Magen
Modern: moderater Koffein- und Catechingehalt; die sanfte Röstung macht den Tee leicht verträglich; günstig für Atmung und Verdauung
Cha Qi: dicht, kühl, in der unteren Brusthälfte und im Bauch sich absetzend
Koffein: mittel (40–55 mg)
Brau-Ritual
eine Yixing-Kanne von 120 ml; 100 °C; 8 g / 120 ml. 10s — dunkle Orchidee, feuchter Stein; 12s — der Höhepunkt: Vanille, dunkles Holz, die Kühle eines Bachs; 15s — Blume und Stein in einem Atemzug; 22s — eine süße Tiefe, Rinde; 35s — eine lange Note kühler Süße; 50s — das Finale — eine mineralische Spur.
Wann trinken
Tag und Abend. Herbst und feuchte Übergangszeiten. wenn man Tiefe ohne Anstrengung will; für einsame Arbeit; für die Stille nach einem belebten Tag. dunkler Honig, gereifter Käse, Vanillegebäck, dunkle Schokolade, Nüsse. Alleinsein oder ein naher Mensch, dessen Gegenwart keine Worte verlangt
Tee-Meditation
- Stein und Blume sind eins.
- Die Kühle des Minerals hält die Blume offen.
- Lass sie auch dich halten.
Fragen und Antworten
Wie bereitet man Shui Xian zu?
eine Yixing-Kanne von 120 ml; 100 °C; 8 g / 120 ml. 10s — dunkle Orchidee, feuchter Stein; 12s — der Höhepunkt: Vanille, dunkles Holz, die Kühle eines Bachs; 15s — Blume und Stein in einem Atemzug; 22s — eine süße Tiefe, Rinde; 35s — eine lange Note kühler Süße; 50s — das Finale — eine mineralische Spur.
Wie schmeckt Shui Xian?
dunkle Orchidee, feuchter Stein, Vanille, holzige Süße; bei „lao cong“ vertiefte Vanille-Zeder-Basis
Wie viel Koffein steckt in Shui Xian?
mittel (40–55 mg)
Wie wirkt Shui Xian?
moderater Koffein- und Catechingehalt; die sanfte Röstung macht den Tee leicht verträglich; günstig für Atmung und Verdauung
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