Zhu Ye Qing (竹葉青)
Archetyp: Bambusregen
Ein leichter Bambusregen im Hain: Blätter pfeilgerade, mit nichts als Bambusfrische im Duft.
Geschichte
Zhu Ye Qing — „grünes Bambusblatt“ — ist eine vergleichsweise junge Sorte (1964), entstanden im Wannian-Kloster am Berg Emei (Sichuan). Den Namen gab ihr Premier Zhou Enlai, als er die geraden Blattpfeile in der Tasse sah. Die Sträucher wachsen zwischen Bambushainen, und das Blatt nimmt den Duft des Nachbarn auf. Hergestellt nur im Frühling; das Blatt wird bei niedriger Hitze streng gerade getrocknet.
Terroir
Das beste Blatt ist der „kaiserliche Zhu Ye Qing“ von einem Strauch, der direkt im Bambuswald wächst.
Blatt
junger Bambus, feuchtes Gras, eine leichte Kastanie fein, lang, eine kühle Spur des Hains
Eigenschaften
hoher Theaningehalt, leichte Struktur; sanfte Anregung, gut für das Nervensystem leicht, aufsteigend, kühl; spürbar als „Aufrichten der Wirbelsäule“ moderat (25–40 mg)
Brau-Ritual
ein Glas, 200 ml; 80 °C; 4 g / 200 ml. 35s — der erste Regen: Bambus, Gras; 55s — der Höhepunkt: feuchtes Grün, eine leichte Kastanie; 85s — das Finale — eine kühle Spur des Hains.
Wann trinken
Tag und früher Abend. Frühling und Frühherbst. nach einem langen Gespräch, wenn man Bambusstille will