Tee vor dem Kauf prüfen: Echtheit und Zustand
Einen einzelnen Heimtest für echten Tee gibt es nicht. Täuschung liegt vor, wenn Zutaten, Herkunft, Alter oder Hersteller nicht den Angaben entsprechen. Klar gekennzeichneter aromatisierter Tee ist keine Fälschung, und ein Tee, der Ihnen nicht schmeckt, muss nicht gefälscht sein.
Beispiel einer Papierverpackung für Sheng-Pu-Erh.
Foto: Ash Crow · CC BY-SA 4.0Die konkrete Aussage prüfen
Speichern Sie die Produktbeschreibung. Fragen Sie nach Belegen für die Angaben, die Ihnen wichtig sind: Region, Jahr, Kultivar oder Verzicht auf Zusätze. Bei Fabrik-Pu-Erh helfen Verpackungsfotos und Chargenangaben. Bietet der Hersteller eine Echtheitsprüfung an, nutzen Sie seine offizielle Website oder den Kundendienst. Sicherheitsmerkmale ändern sich je nach Jahr und Produkt; ein beliebiges Internetfoto gilt nicht für alle Ausgaben.
Aromatisierung nicht an der Zahl der Aufgüsse festmachen
Intensive Blüten- oder Fruchtaromen können ohne Zusätze entstehen. Wie lange sie bleiben, hängt von Tee, Lagerung und Zubereitung ab. Ein starker Rückgang nach zwei oder drei Aufgüssen beweist keine Aromatisierung. Jasmintee wird traditionell mit frischen Blüten beduftet. „Milchoolong“ kann natürliche cremige Noten oder zugesetztes Aroma bezeichnen: Prüfen Sie die Zutaten. Problematisch sind verschwiegene Zusätze, nicht ihre Verwendung an sich.
Pu-Erh nicht nach der Farbe datieren
Dunkle Blätter, altes Papier, milder Geschmack oder zehn Aufgüsse belegen kein Alter. Lagerung in feuchterem Klima ist nicht automatisch Betrug. Entscheidend sind eine zutreffende Lagergeschichte und ein einwandfreier Zustand. Fragen Sie nach Herkunft und Lagerung der Charge. Tee mit verdächtigem Bewuchs, Feuchtigkeit oder deutlichem Schimmelgeruch nicht probieren. Spülen macht solchen Tee nicht sicher.
Was aufgegossene Blätter verraten
Aufgegossene Blätter zeigen Größe, Knospen, Stiele, Bruch und Unterschiede innerhalb der Probe. Dorf, Baumalter, Handpflückung oder einen bestimmten Kultivar können Sie daran nicht zuverlässig erkennen. Eine Mischung ist keine Täuschung, solange sie nicht als etwas anderes verkauft wird. Nicht jeder Oolong zeigt rote Blattränder. Tieguanyin kann geröstet sein, und kräftige Röstung macht Da Hong Pao nicht zur Fälschung.
Bei Zweifeln nachfragen
Fotografieren Sie Verpackung, Chargennummer und Auffälligkeit. Heben Sie Beleg und Nachrichten auf und bitten Sie den Händler, die konkrete Abweichung zu erklären. Wenden Sie sich bei Bedarf an den Hersteller oder nutzen Sie das Rückgabeverfahren des Shops. Ein unangenehmer Geschmack allein belegt keine falsche Herkunft. Geht es nur um Bitterkeit ohne Anzeichen von Verderb, versuchen Sie zunächst weniger Teeblätter oder eine kürzere Ziehzeit.
Fragen und Antworten
Kann ein Labor die Region nachweisen?
Einige Verfahren vergleichen Proben mit gesicherten Referenzdaten. Einen universellen Test, der bei jedem Tee Dorf und Baumalter bestimmt, gibt es aber nicht. Für normale Käufe ist eine nachvollziehbare Herkunft der Charge hilfreicher.
Schützt ein hoher Preis vor Fälschungen?
Nein. Preis, bekanntes Logo und angegebene Anbauhöhe ersetzen keine Prüfung von Händler und Produkt. Zahlen Sie für eine seltene Herkunft mehr, fragen Sie vorher nach den passenden Belegen.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee