Teegeschirr: was man für chinesischen Tee braucht
Für den Start genügen drei Dinge: ein Gaiwan mit 100–120 ml, ein Gongdaobei und ein paar Schälchen — das reicht, um jeden der 52 Tees dieser Website richtig zuzubereiten. Yixing-Kanne, Chaban und der Rest sind sinnvolle, aber nicht zwingende nächste Schritte.
Das chinesische Teegeschirr entstand über Jahrhunderte nicht der Schönheit wegen, sondern für die Methode der Kurzaufgüsse: kleine Volumina, vollständiges Abgießen des Aufgusses, gleiche Stärke in jeder Tasse. Gehen wir die Stücke einzeln durch — vom Notwendigen zum Wünschenswerten.
Der Gaiwan — das Universalwerkzeug
Der Gaiwan — Schale mit Deckel und Untertasse — ist das wichtigste Aufgussgefäß. Porzellan und glasierte Keramik sind neutral: Sie nehmen keine Gerüche an, deshalb taugt ein Gaiwan sowohl für Longjing als auch für Shu Pu-Erh. Wählen Sie 100–130 ml, mit dünnen Wänden und breit ausgestelltem Rand — so einer verbrennt die Finger nicht. Er ist die erste Anschaffung, und oft genügt er allein für Jahre.
Der Gongdaobei — die Schale der Gerechtigkeit
Der Gongdaobei (Chahai) ist das Kännchen, in das man den Aufguss abgießt, bevor er auf die Schälchen verteilt wird. Er löst zwei Aufgaben: Er gleicht die Stärke aus (in der Kanne sind die unteren Schichten stärker als die oberen) und stoppt das Ziehen, indem er Wasser vom Blatt trennt. Glas ist am praktischsten: Man sieht die Farbe des Aufgusses. Das Volumen: etwas größer als das Aufgussgefäß, 150–250 ml.
Die Schälchen — klein und verschieden
Die Tassen für Gongfu Cha fassen 30–60 ml: Man trinkt den Tee in Schlucken, solange er heiß und aromatisch ist. Die Form prägt die Wahrnehmung: Breite öffnen das Aroma, hohe und schmale halten die Wärme und konzentrieren die Süße. Dünnes Porzellan betont leichte Tees, dicke Keramik dichte. Ein Paar unterschiedlicher Schälchen genügt, um das zu spüren.
Die Yixing-Kanne — für eine einzige Teeklasse
Die Kanne aus Yixing-Ton ist porös: Sie nimmt die Öle des Tees auf und „stimmt sich“ über die Jahre auf ihn ein, rundet und veredelt den Geschmack. Daher die Regel — eine Kanne pro Teeklasse: eine eigene für Felsen-Oolongs wie Da Hong Pao, eine eigene für Shu Pu-Erh. Sie ist ein Werkzeug für jene, die ihren Lieblingstee schon kennen; mit Yixing anzufangen lohnt nicht — ebenso wenig wie billige „Yixing-Kannen“ aus unbekanntem Ton zu kaufen.
Chaban und Kleinigkeiten
Das Chaban ist ein Tablett mit Gitter oder Ablauf, in das das Wasser der Vorwärmung und Spülungen fließt; zu Hause ersetzt es eine tiefe Schale. Das Chahe ist das Schiffchen zum Kennenlernen des trockenen Blatts. Die Zange dient zum Greifen heißer Schälchen. Das Pu-Erh-Messer zum Aufblättern gepresster Fladen. All das erhöht den Komfort, doch kein einziges Stück beeinflusst den Geschmack so sehr wie die richtige Temperatur und die Sekunden.
Was für welche Tees
Der praktische Spickzettel: grüne, weiße, gelbe Tees und GABA-Oolong — Porzellan-Gaiwan oder Glas; helle Oolongs — Gaiwan oder dünnwandige Porzellankanne; dunkle Oolongs und rote Tees — Gaiwan oder Yixing; Sheng und Shu Pu-Erhs, Heicha — Gaiwan, Yixing, und gereiften Shu kocht man außerdem in der Glaskanne über dem Brenner. Die universelle Antwort ist fast immer der Gaiwan.
Tipps
- Das Starterset — Porzellan-Gaiwan, Glas-Gongdaobei, zwei Schälchen — kostet weniger als eine Packung guten Felsen-Oolongs.
- Spülen Sie Teegeschirr nur mit heißem Wasser, ohne Spülmittel: Porzellan braucht es nicht, und Yixing-Ton saugt den Chemiegeruch für immer auf.
- Kaufen Sie keine großen „Rundum-sorglos“-Sets: Die Hälfte der Teile bleibt ungenutzt. Kaufen Sie Stück für Stück nach, wenn Sie einen echten Mangel spüren.
Tees, bei denen das vorkommt
Siehe auch
Anleitungen zum chinesischen Tee