Wasser für Tee: sinnvoll auswählen und vergleichen
Beginnen Sie mit Trinkwasser ohne unangenehmen Geruch oder deutlich salzigen Geschmack. Wenn der Tee damit schmeckt, brauchen Sie es nicht wegen eines vermeintlich idealen TDS-Werts zu wechseln. Die Zusammensetzung wirkt sich auf den Tee aus, doch ein Optimum für alle Tees gibt es nicht.
Kochendes Wasser in einem Glaswasserkocher.
Foto: Plorpy2 · CC BY-SA 4.0Zuerst den Geschmack vergleichen
Bereiten Sie zwei frische Portionen eines vertrauten Tees zu: eine mit dem gewohnten Wasser, eine mit stillem Wasser mit geringerem Mineralgehalt. Teemenge, Wassermenge, Temperatur und Zeit bleiben gleich. Probieren Sie nach kurzem Abkühlen. Ein hellerer Aufguss ist nicht unbedingt besser; achten Sie auf Aroma, Stärke und Nachgeschmack.
Mineralgehalt, Härte und Alkalität unterscheiden
TDS beschreibt näherungsweise die Gesamtmenge gelöster Stoffe. Die Härte hängt vor allem von Calcium und Magnesium ab. Alkalität bezeichnet die Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren, häufig durch Hydrogencarbonat. Das sind verschiedene Größen. Zwei Wässer mit gleichem TDS können unterschiedlichen Tee ergeben.
Hartes Wasser kann einen Oberflächenfilm begünstigen; hohe Alkalität kann Farbe und Geschmack verändern. Auch calciumhaltiges Wasser, das Kalk im Wasserkocher hinterlässt, kann sich für Tee eignen. Lesen Sie die Analyse auf der Flasche oder beim Wasserversorger, statt nur eine Zahl zu betrachten.
Den Filter passend auswählen
Aktivkohle kann Chlorgeruch mindern. Zum Enthärten braucht es geeignetes Ionenaustauschmaterial oder eine andere passende Technik. Manche Filterkannen kombinieren mehrere Verfahren. Prüfen Sie die Angaben zur jeweiligen Kartusche und wechseln Sie sie nach Anleitung. Bei Chloramin muss die entsprechende Reduktion ausdrücklich angegeben sein; normales Aufkochen ist dafür keine verlässliche Lösung.
Umkehrosmose reduziert viele gelöste Salze deutlich. Dieses Wasser kann für Tee geeignet sein. Gefällt Ihnen das Ergebnis nicht, vergleichen Sie es mit anderem Trinkwasser. Ein allgemeingültiges Mischverhältnis von 1:10 gibt es nicht.
Nur die benötigte Menge erhitzen
Abgekühltes Trinkwasser können Sie wieder erwärmen. Erneutes Aufkochen macht es nicht „tot“ und den Tee nicht zwangsläufig flach. Langes Einkochen ist unnötig: Verdampft Wasser, steigt die Konzentration der gelöst verbleibenden Stoffe. Halten Sie den Wasserkocher sauber und entkalken Sie ihn nach Anleitung.
Fragen und Antworten
Kann ich Leitungswasser verwenden?
Ja, wenn es Trinkwasser ist und Ihnen der Tee damit schmeckt. Ein Filter sollte eine konkrete Aufgabe lösen, etwa Geruch oder Härte verringern.
Welcher TDS-Wert ist richtig?
Einen universellen Zielwert gibt es nicht. Ein einfaches Messgerät schätzt TDS aus der Leitfähigkeit. Es bestimmt weder die einzelnen Salze noch die Sicherheit des Wassers.
Geht auch Osmosewasser oder destilliertes Wasser?
Für den Verzehr bestimmtes Wasser kann geeignet sein. Mineralien beeinflussen Geschmack und Extraktion, aber mineralarmes Wasser ergibt nicht immer dünnen Tee. Verwenden Sie kein technisches Wasser für Geräte.
Brauche ich teures Quellwasser?
Nein. Herkunftsname und Preis garantieren keinen besseren Tee. Vergleichen Sie zunächst zwei leicht erhältliche Trinkwässer.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee