Fenghuang Dan Cong: Aromen und Zubereitung
Fenghuang Dan Cong sind Oolongs aus der Gegend des Phönixgebirges bei Chaozhou in Guangdong. Blüten-, Frucht- und Honignoten können ohne zugesetzte Aromen entstehen. Zum Kennenlernen reichen eine kleine Probe und ein Gefäß, das sich bequem vollständig ausgießen lässt.
Mi Lan Xiang, eine Sorte des Oolongs Feng Huang Dan Cong.
Foto: Difference engine · CC BY-SA 4.0Was „einzelner Busch“ bedeutet
Der Name geht auf die getrennte Ernte und Verarbeitung einzelner Pflanzen zurück. Auf heutigen Packungen garantiert „Dan Cong“ allein aber nicht, dass die gesamte Charge von einem Baum stammt. Fragen Sie beim Händler nach, ob die Blätter von einer einzigen Pflanze stammen, wenn Ihnen das wichtig ist.
Pflanzensorte, Standort, Welken, Schütteln und Wärmebehandlung beeinflussen das Aroma. Die Blätter sind meist länglich gerollt. Auch die Röstung variiert, weshalb zwei Dan Cong deutlich unterschiedlich schmecken können.
Duftnamen verstehen
Mi Lan Xiang (蜜兰香) verweist auf Honig und Orchidee, Zhi Lan Xiang (芝兰香) auf Orchidee, Gui Hua Xiang (桂花香) auf Osmanthus und Xing Ren Xiang (杏仁香) auf Mandel. Das sind Beschreibungen, keine Zutatenlisten oder verbindlichen Geschmacksvorgaben.
Ya Shi Xiang (鸭屎香) bedeutet wörtlich „Entenkot-Aroma“, ist jedoch für blumige Noten bekannt. Die Geschichte, der Name habe Diebe abschrecken sollen, ist eine von mehreren Legenden. Auch Yin Hua Xiang (银花香) findet sich im Handel.
Ein Rezept zum Einstieg
Versuchen Sie im Gaiwan zunächst 4 g auf 100 ml bei 95 °C. Beginnen Sie etwa 5–10 Sekunden nach dem ersten Eingießen mit dem Abgießen und leeren Sie den Gaiwan vollständig. Wenn Ihnen das zu schnell geht, nehmen Sie 3 g. Sie können den Tee vorher kurz spülen, müssen es aber nicht. Lassen Sie lange Blätter ganz, auch wenn sie zunächst nicht vollständig in den Gaiwan passen.
Wird der Tee bitter oder trocknet er den Mund stark aus, verkürzen Sie die Ziehzeit oder nehmen Sie weniger Blätter. Sie können auch 90 °C ausprobieren; bei dieser Temperatur kann sich das Aroma ebenfalls gut entfalten. Schmeckt der Tee zu schwach, lassen Sie ihn länger ziehen oder verwenden Sie heißeres Wasser. Ändern Sie jeweils nur eine Einstellung und passen Sie die weiteren Aufgüsse nach Geschmack an.
Für eine Tasse mit geräumigem Sieb können Sie 2 g auf 250 ml bei 90–95 °C nehmen. Probieren Sie nach einer Minute und entfernen Sie die Blätter, sobald Ihnen die Stärke zusagt.
Den Preis beurteilen
Kleine Proben unter gleichen Bedingungen vergleichen. Geschmack, Nachklang und das Verhältnis von Röstung zu Blütennoten helfen bei der Wahl. Lao Cong (老丛) bezeichnet alte Pflanzen, legt ohne nähere Angaben aber kein genaues Alter fest. Holznoten oder ein langer Nachgeschmack beweisen das Baumalter nicht.
Angaben zu Herkunft, Hersteller, Saison und Verarbeitung sind nützlicher als das Versprechen des „edelsten Aromas“. Dicht verschlossen vor Feuchtigkeit, Wärme und Gerüchen geschützt lagern.
Fragen und Antworten
Erkennt man zugesetzte Aromen am dritten Aufguss?
Nein. Weder rasch nachlassender noch anhaltender Duft ist ein verlässlicher Test. Zutaten und Angaben des Anbieters prüfen; der Name Dan Cong allein belegt nicht, dass ein bestimmtes Produkt ohne zugesetzte Aromen auskommt.
Muss Dan Cong bitter schmecken?
Nein. Je nach Tee und Zubereitung können Bitterkeit und Adstringenz auftreten. Weniger Blatt und kurze Aufgüsse helfen, eine angenehme Stärke zu finden; ein einziges Rezept für alle Tees gibt es nicht.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee