Die sechs Arten chinesischen Tees
Die sechs Grundtypen unterscheiden sich vor allem durch die Verarbeitung. Sie stammen von Camellia sinensis; botanische Varietäten, Kultivare und Anbaubedingungen prägen ebenfalls den Geschmack. Die Aufgussfarbe beschreibt einen Tee, legt aber seine Kategorie nicht fest.
Flache, trockene Longjing-Blätter.
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Trockene Blätter und Knospen von Bai Mudan.
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Trockener gelber Tee Huang Ya.
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Jin-Xuan-Oolong aus Alishan, Taiwan.
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Dian Hong mit goldenen Teeknospen.
Foto: Sjschen · CC BY 3.0
Liu Bao mit sichtbaren gelben „Jin Hua“. Ob ein Tee sicher trinkbar ist, lässt sich anhand eines Fotos allein nicht beurteilen.
Foto: Cosmin Dordea · CC BY-SA 2.0Grüntee: frühes Erhitzen
Hitze hemmt die Enzymaktivität, danach wird das Blatt geformt und getrocknet. Dieser Schritt heißt Shaqing (杀青). Beispiele sind Longjing und Biluochun. Grasige, bohnenartige oder nussige Noten sind möglich; der Aufguss muss nicht leuchtend grün sein.
Weißtee: Welken und Trocknen
Traditionell stehen Welken und Trocknen im Mittelpunkt, ohne gesonderte Fixierung oder intensives Rollen. Baihao Yinzhen besteht aus Knospen, Bai Mudan aus Knospen mit Blättern, Shou Mei aus blattreicherem Material. Lagerung verändert den Geschmack, garantiert aber keine Verbesserung.
Gelbtee: eine Gelbungsphase
Nach der Fixierung hält Menhuang (闷黄) die Blätter unter kontrolliert warmen, feuchten Bedingungen. Dieser Schritt unterscheidet Gelbtee von Grüntee. Verfahren und Dauer variieren; ein Beispiel ist Junshan Yinzhen. Ein gelber Aufguss allein beweist die Kategorie nicht.
Oolong: teilweise Oxidation
Welken und Bewegen der Blätter entwickeln Aroma, bevor Hitze die weitere enzymatische Oxidation begrenzt. Rollen, Trocknen und zusätzliche Röstung hängen vom Stil ab. Tieguanyin, taiwanesische Hochland-Oolongs, Wuyi-Tees und Dan Cong zeigen die Vielfalt. Eine dunkle Röstung ist kein Maß für den Oxidationsgrad.
Schwarztee: weitgehende Oxidation
Blätter werden gewelkt, gerollt oder zerkleinert, oxidiert und getrocknet. Beispiele sind Dian Hong, Keemun und Zhengshan Xiaozhong. Chinesisch heißt diese Kategorie Hongcha (红茶), also „roter Tee“. Malz, Früchte, Blüten oder Rauch kennzeichnen verschiedene Stile, nicht jeden Schwarztee.
Dunkler Tee: mikrobielle Fermentation
Bei Heicha (黑茶), etwa Liu Bao oder Fu Zhuan, spielen Mikroorganismen in der Verarbeitung eine wichtige Rolle. Das unterscheidet sich von der enzymatischen Oxidation des Schwarztees, auch wenn die Teesprache beides oft Fermentation nennt. „Goldene Blüten“ gehören zu bestimmten Produkten, nicht zur ganzen Kategorie.
Pu-Erh: zuerst Sheng oder Shu klären
Shu durchläuft die feuchte Haufenfermentation Wodui und steht damit dunklem Tee nahe. Sheng entsteht aus sonnengetrocknetem Maocha ohne diesen Schritt und verändert sich bei der Lagerung. Manche Übersichten führen Pu-Erh gesondert. Fragen Sie beim Kauf nach Herstellung, Alter und Lagergeschichte. Diese Angaben sagen mehr über den Tee aus als seine Einordnung in einem Schaubild.
Fragen und Antworten
Sind die Oxidationsprozente auf Schaubildern exakt?
Meist sind sie eine Veranschaulichung, keine einheitliche Analyse jeder Charge. Fragen Sie lieber nach Verarbeitung, Röstung und konkretem Geschmack.
Womit soll ich anfangen?
Mit einem Geschmack, der Sie interessiert. Kaufen Sie eine kleine Probe und nutzen Sie das Rezept des Verkäufers. Grüntee, Weißtee und Sheng erfordern keine vorherige Erfahrung mit anderen Arten. Ist der Tee zu stark, reduzieren Sie Blattmenge oder Zeit.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee