Pu-Erh zubereiten: Sheng und Shu ohne Bitterkeit
Pu-Erh gießt man mit Wasser von 95–100 °C auf: 5–7 g Blatt auf 100–150 ml, ein bis zwei schnelle Spülungen, dann kurze Aufgüsse ab 10–15 Sekunden mit allmählich steigender Zeit. Guter Pu-Erh hält 8–12 und mehr Aufgüsse durch.
Die einzige Feinheit ist der Unterschied zwischen Sheng und Shu. Junger Sheng ist launisch: Kochendes Wasser und Überziehen machen ihn bitter. Shu dagegen liebt das heißeste Wasser und verzeiht fast alles. Der Rest ist die übliche Technik der Kurzaufgüsse.
Die Methode funktioniert gleichermaßen für Fladen, Ziegel und kleine Xiao Tuocha: Ein Nest von 5–7 g legt man einfach im Ganzen in den Gaiwan, ohne Messer. Unten der vollständige Ablauf — vom Stück des Fladens bis zum letzten Aufguss.
Schritte
- Bringen Sie das Wasser zum Kochen. Pu-Erh braucht Wasser von 95–100 °C: Gepresstes Blatt öffnet sich nur in sehr heißem Wasser. Für Shu nehmen Sie sprudelnd kochendes Wasser, für jungen Sheng lassen Sie es eine Minute stehen — 90–95 °C nehmen die überflüssige Schärfe. Das Wasser: weich, gefiltert.
- Lösen Sie den Tee vom Fladen. Stechen Sie das Pu-Erh-Messer in die Stirnseite des Fladens und blättern Sie ihn entlang der natürlichen Pressschichten auf, statt von oben Stücke abzubrechen: Ganze Blätter geben reinen Geschmack, Bruch bringt Bitterkeit und Trübung. Für einen Gaiwan von 100–150 ml genügt ein Stück von 5–7 g.
- Wärmen Sie das Geschirr vor. Spülen Sie Gaiwan oder Kanne, Gongdaobei und Schälchen mit kochendem Wasser aus. Pu-Erh ist besonders temperaturempfindlich, und kaltes Geschirr nimmt dem Wasser genau die Grade, die das Blatt braucht. Atmen Sie bei der Gelegenheit das Aroma des trockenen Blatts im vorgewärmten Gaiwan ein.
- Spülen Sie das Blatt. Übergießen Sie den Tee mit kochendem Wasser und gießen Sie es nach 5 Sekunden vollständig ab. Bei dicht gepressten und gereiften Pu-Erhs machen Sie zwei Spülungen: Die erste wäscht den Staub ab, die zweite „weckt“ das Blatt. Den Spülaufguss trinkt man nicht.
- Brühen Sie in Kurzaufgüssen. Der erste Aufguss 10–15 Sekunden, jeder weitere 5–10 Sekunden länger. Gießen Sie den Aufguss vollständig ab: Wasser, das auf dem Blatt bleibt, bringt Bitterkeit. Ab dem fünften, sechsten Aufguss, wenn das Blatt ganz geöffnet ist, darf die Zeit mutiger steigen — bis zu einer Minute und mehr. Schenken Sie über den Gongdaobei aus, damit die Stärke in allen Tassen gleich ist.
- Passen Sie sich dem Pu-Erh-Typ an. Junger Sheng: Wasser von 90–95 °C und kurze Aufgüsse ab 5–10 Sekunden — so schmilzt die lebhafte Bitternote in Süße, statt zu adstringieren, und der Tee zeigt Früchte statt Schroffheit. Shu: sprudelnd kochendes Wasser und gelassene Ziehzeiten — bitter wird er nicht, und gereiften Shu kann man sogar in der Glaskanne kochen.
- Hören Sie rechtzeitig auf. Pu-Erh gibt lange Geschmack, aber nicht endlos: Wenn der Aufguss selbst nach langem Ziehen wässrig und flach bleibt, ist die Sitzung vorbei. Das geöffnete Blatt erzählt von der Qualität des Materials: ganze, elastische Blätter sind ein gutes Zeichen, Bruch und Stiele ein Grund, den Händler zu wechseln.
Tipps
- Das beste Geschirr für Pu-Erh: Gaiwan oder Yixing-Kanne; der Ton rundet den Geschmack von Shu und gereiftem Sheng zusätzlich ab.
- Wenn junger Sheng bitter ist — verkürzen Sie die Sekunden, nicht die Gramm: Mit zu wenig Blatt wird der Aufguss einfach leer.
- Lao Cha Tou — die dichten „Klumpen“ des Shu — öffnen sich langsam und mögen lange Aufgüsse und das Kochen: Urteilen Sie nicht nach den ersten zwei Aufgüssen.
Tees, bei denen das vorkommt
Siehe auch
Anleitungen zum chinesischen Tee