Hei Cha: Liu Bao, Fuzhuan und andere dunkle Tees
Hei Cha (黑茶) sind dunkle Tees, bei deren Verarbeitung mikrobielle Fermentation eine wichtige Rolle spielt. Dazu gehören Liu Bao, Fuzhuan und weitere regionale Tees. Holzige, erdige oder süßliche Noten hängen vom Produkt ab; einen einheitlichen Geschmack hat die Kategorie nicht.
Liu Bao mit sichtbaren gelben „Jin Hua“. Ob ein Tee sicher trinkbar ist, lässt sich anhand eines Fotos allein nicht beurteilen.
Foto: Cosmin Dordea · CC BY-SA 2.0Sorten entdecken
Liu Bao stammt aus dem Ort Liubao im Kreis Cangwu, Wuzhou, Guangxi. Häufig werden Holz- und Reifungsnoten beschrieben, manchmal Bing Lang Xiang, traditionell als Arekanussaroma bezeichnet. Gemeint ist der Duft, nicht zugesetzte Arekanuss.
Aus Hunan kommen Anhua-Ziegeltees und Qian-Liang-Cha-Zylinder; Fuzhuan wird auch in anderen Regionen hergestellt. Sichuan ist für Zang Cha bekannt, Hubei für Qing Zhuan. Vergleichen Sie Proben: Alter Liu Bao ist nicht grundsätzlich günstiger oder besser als Shu Puer.
Die Einordnung von Puer
Shu Puer wird feucht aufgeschichtet und fermentiert; seine Verarbeitung steht Hei Cha nahe. Sheng entsteht aus sonnengetrocknetem Maocha ohne diesen Schritt und verändert sich bei der Lagerung. Darstellungen der Klassifikation unterscheiden sich. Für den Kauf sind Sheng oder Shu, Verarbeitung und Lagerung die nützlicheren Angaben.
Hong Cha, auf Deutsch Schwarztee, ist eine andere Kategorie. Bei ihm steht die enzymatische Oxidation der Blätter im Mittelpunkt.
Goldene Blüten
Bei der Fuzhuan-Herstellung werden Bedingungen geschaffen, die Aspergillus cristatus, auch Eurotium cristatum genannt, fördern. Seine gelben Strukturen heißen Jin Hua, goldene Blüten. Sie gehören zu bestimmten Produkten und sind kein allgemeines Qualitätssiegel für Tee.
Farbe oder Foto erlauben keine zuverlässige Pilzbestimmung oder Sicherheitsbewertung. Bei unerwartetem Belag oder Feuchtigkeitsspuren nicht zur Kontrolle probieren. Den Hersteller fragen; eindeutig verdorbenen Tee entsorgen. Spülen oder Kochen macht verdorbenen Tee nicht wieder sicher trinkbar.
Zubereitung
Mit 4–5 g auf 100 ml bei 95–100 °C beginnen. Beim ersten Aufguss 10–15 Sekunden vom Beginn des Eingießens bis zum Beginn des Abgießens rechnen, dann vollständig ausgießen. Ein fest gepresstes Stück braucht manchmal länger zum Aufweichen. Kurzes Spülen ist möglich, zweimaliges Spülen ist nicht vorgeschrieben.
Weitere Zeiten nach Geschmack anpassen, bei zu viel Stärke weniger Blatt nehmen. Zum Köcheln ein Herstellerrezept und ausschließlich herdgeeignetes Geschirr verwenden; eine gewöhnliche Glasteekanne ist dafür möglicherweise ungeeignet.
Lagerung
Vor Feuchtigkeit, direkter Sonne, Wärme und Gerüchen schützen und die Hinweise zum Produkt beachten. Den Vorrat nicht befeuchten oder zum schnelleren Reifen offen in der Küche lagern. Gute Lagerbedingungen zählen mehr als das Versprechen „je älter, desto besser“.
Dunkler Tee enthält Koffein. Ein weicher Geschmack macht ihn nicht automatisch zum Abendtee oder auf nüchternen Magen verträglich. Achten Sie auf Ihre Reaktion.
Fragen und Antworten
Ist Fuzhuan ein probiotisches Getränk?
Ein Pilz in der Herstellung macht den fertigen Aufguss nicht zu einem nachweislich probiotischen Produkt. Wählen Sie den Tee zum Genießen, nicht als Behandlung.
Kann dunkler Tee verderben?
Ja. Die Fermentation schützt nicht vor späterer Feuchtigkeit, Verunreinigung oder Schimmel. Auch Reifung garantiert keine Verbesserung.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee