Den ersten Pu-Erh auswählen
Beginnen Sie mit zwei oder drei Proben mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ein Shu und ein junger Sheng bieten einen guten Vergleich; bei Interesse kommt ein gereifter Sheng mit nachvollziehbarer Lagergeschichte dazu. Eine feste Reihenfolge von Shu zu Sheng gibt es nicht.
Ein Sheng-Pu-Erh-Fladen in seiner geöffneten Papierhülle.
Foto: Ash Crow · CC BY-SA 4.0
Gepresster Shu-Pu-Erh in einer Papierhülle.
Foto: Ash Crow · CC BY-SA 4.0Schritte
- Welche Richtung möchten Sie probieren?. Shu durchläuft eine Fermentation in feuchten Haufen, das sogenannte Wo Dui. Er ergibt meist einen dunklen Aufguss mit holzigen, nussigen oder erdigen Noten. Junger Sheng schmeckt häufig blumiger, grasiger oder fruchtiger, mit spürbarer Bitterkeit und Adstringenz. Das sind Anhaltspunkte: Auch Shu kann bitter werden, und junger Sheng kann mild schmecken.
- Genug für mehrere Versuche kaufen. Eine Probe von 15–25 g reicht für mehrere Zubereitungen mit unterschiedlicher Teemenge und Ziehzeit. Vergleichen Sie lieber einige Proben, bevor Sie einen großen Fladen kaufen. Loser Tee, Fladen, Ziegel und Tuo sind Formen, keine Qualitätsstufen. Auch die Gewichte variieren: Nicht jeder Fladen wiegt 357 g, und ein Mini-Tuo passt nicht automatisch als Portion zu Ihrem Gefäß.
- Angaben und Preis prüfen. Achten Sie auf Hersteller oder Lieferanten, Sheng oder Shu, Charge sowie Ernte- und Pressjahr, wenn diese voneinander abweichen. Fragen Sie bei gereiftem Tee nach Ort und Art der Lagerung. Dorfname, Gu Shu und Baumalter brauchen Belege; Geschmack und Blattgröße beweisen diese Angaben nicht. Vergleichen Sie den Preis für dieselbe Menge einschließlich Versand. Eine allgemeine Preisgrenze, die Fälschungen oder Qualität zuverlässig erkennen lässt, gibt es nicht.
- Vor dem Aufguss ansehen und riechen. Stiele und gebrochene Blätter können zu einer normalen Mischung gehören. Viele Knospen garantieren keinen besseren Geschmack. Fremdkörper, Feuchtigkeit, verdächtiger Bewuchs und muffiger Geruch sind Gründe, eine Probe abzulehnen. Ein weißer, flaumiger Belag ist nicht allein wegen seiner Farbe harmlos. Verdächtigen Tee weder probieren noch durch Spülen retten.
- In der Tasse vergleichen. Für den ersten Versuch im Gaiwan: 4 g auf 100–120 ml, bei jungem Sheng 90–95 °C, bei Shu und gereiftem Sheng 95–100 °C. Beginnen Sie mit 10–15 Sekunden ab dem Eingießen und gießen Sie vollständig ab. Das ist ein Ausgangspunkt; fest gepresste Stücke öffnen sich langsamer. Bei zu viel Bitterkeit kürzer ziehen lassen oder weniger Teeblätter verwenden. Entscheidend sind Aroma, Geschmack und Nachgeschmack, die Ihnen gefallen. Sie müssen weder auf acht Aufgüsse kommen noch sofort einen süßen Nachgeschmack wahrnehmen. Notieren Sie Charge, Preis und Zubereitung.
Fragen und Antworten
Wie alt sollte der erste Pu-Erh sein?
Ein bestimmtes Alter ist nicht nötig. Sheng und Shu können auch jung gut schmecken. Reifung verändert den Tee, garantiert aber keine Verbesserung und macht schlechte Lagerung nicht rückgängig.
Lohnt sich ein teurer alter Tee zum Einstieg?
Wenn er Sie interessiert, kaufen Sie zunächst eine kleine Probe bei einem Händler, der Herkunft und Lagerung erklärt. Ein ganzer Fladen lohnt sich eher, wenn Ihnen der Tee bei mehreren Zubereitungen gefallen hat.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee