Pu-Erh für Einsteiger: wie man den ersten wählt
Einsteiger beginnen am besten mit einem Shu Pu-Erh von 3–5 Jahren von einem verlässlichen Händler: Er ist mild, dunkel, ohne Bitterkeit und verzeiht Zubereitungsfehler. Sheng Pu-Erh — hell, herb und lebendig — probiert man besser als zweiten Schritt, wenn Erfahrung mit kurzen Aufgüssen da ist.
Pu-Erh ist die einzige Teeklasse, bei der Alter, Region und Pressform den Preis stärker beeinflussen als ein schöner Name. Deshalb wählt man ihn anders als grünen oder roten Tee: nicht nach dem Etikett, sondern nach einigen überprüfbaren Merkmalen.
Schritte
- Entscheiden Sie: Sheng oder Shu. Sheng („roh“) — grünliches Blatt, heller Aufguss, lebhafter Geschmack mit Bitternote, Früchten und langem süßem Nachgeschmack; mit der Zeit dunkelt er langsam nach und verändert sich. Shu („gereift“) hat die beschleunigte Fermentation in feuchten Haufen durchlaufen: Der Aufguss ist dunkel-kastanienbraun, der Geschmack dicht, erdig-nussig, ohne Aggression. Zum Kennenlernen ist Shu einfacher.
- Wählen Sie die Form. Pu-Erh wird zu Fladen (Bing) à 357 g, Ziegeln, Nestern (Tuocha) und kleinen Xiao Tuocha à 5–7 g gepresst. Loser Pu-Erh und Mini-Tuocha sind praktisch zum Probieren, doch das beste Blatt wandert meist in die Fladen. Beginnen Sie mit Proben von 25–50 g, nicht mit einem ganzen Fladen unbekannten Tees.
- Berücksichtigen Sie das Alter. Junger Sheng (1–3 Jahre) ist schroff und herb, gereifter (7–15 Jahre) rund, mit Trockenfrüchten und Waldfeuchte — aber spürbar teurer. Shu ist fast sofort fertig: 2–5 Jahre genügen, damit der Geruch des feuchten Haufens verschwindet — der „Wo-Dui-Geschmack“. Zahlen Sie am Anfang nicht für „uralte“ Fladen drauf: Ohne Erfahrung kann man sie nicht beurteilen.
- Achten Sie auf Region und Material. Die Hauptregionen Yunnans: Yiwu (Milde und Süße), Menghai (Dichte und Kraft), Lincang mit dem berühmten Bingdao (eisige Süße). Der Vermerk „Gu Shu“ — alte Bäume — treibt den Preis steil nach oben und entspricht oft nicht der Wahrheit. Ehrlicher Tee von Plantagen gewöhnlicher Bäume ist besser als gefälschter „Gu Shu“.
- Begutachten Sie das Blatt. Ein guter Fladen zeigt ganze Blätter mit flaumigen Knospen, ohne Bruch, Stiele und Schimmel. Ein weißer, flaumiger Belag auf Shu ist bei trockener Lagerung normal, grün-schwarze Flecken und muffiger Kellergeruch sind Ausschuss. Das trockene Blatt muss duften: Sheng nach Trockenfrüchten und Rauch, Shu nach Holz und Backpflaume.
- Prüfen Sie mit dem Geschmack. Gießen Sie 5–6 g auf 100–120 ml mit kochendem Wasser auf, mit Spülung. Guter Sheng ist bitter, doch die Bitterkeit schmilzt schnell in die Süße des Hui Gan; schlechter adstringiert und hinterlässt Trockenheit. Guter Shu ist rein, dicht, ohne Fisch- und Erdgeruch. Das Blatt muss mindestens 6–8 Aufgüsse durchhalten.
Tipps
- Kaufen Sie bei Händlern, die Jahr, Region und Fabrik angeben und Proben anbieten: Das ist der wichtigste Filter gegen Fälschungen.
- Der Preis eines ordentlichen jungen Sheng oder Shu beginnt bei 15–20 Dollar für einen 357-g-Fladen; ein „zwanzigjähriger Gu Shu“ für dasselbe Geld ist die Fantasie des Verkäufers.
- Führen Sie Notizen: Jahr, Region, Eindrücke. Nach zehn Proben verstehen Sie Ihren Geschmack besser als jedes Ranking.
Tees, bei denen das vorkommt
Siehe auch
Anleitungen zum chinesischen Tee