Cold Brew: Tee mit kaltem Wasser zubereiten
Für den Kaltaufguss geben Sie 5 g Tee auf einen Liter kaltes, gefiltertes Wasser und stellen ihn für 4–8 Stunden in den Kühlschrank, dann seihen Sie ab. Das Ergebnis ist ein klarer, süßlicher Aufguss ohne Bitterkeit — und mit deutlich weniger Koffein als heißer Tee.
Cold Brew ist die „verzeihendste“ Methode: Kaltes Wasser extrahiert Catechine und Koffein, die für Bitterkeit und Herbheit sorgen, nur schlecht, holt aber Aminosäuren und Aromatik heraus. Den Tee auf diese Weise zu verderben ist fast unmöglich — es gibt weder eine Temperatur, die man treffen, noch Sekunden, die man einhalten müsste.
Alles, was man braucht: eine Karaffe oder Flasche mit Deckel, ein Sieb und Platz im Kühlschrank. Den Rest erledigt die Methode von selbst.
Schritte
- Wählen Sie den passenden Tee. Am besten entfaltet der Kaltaufguss grüne, weiße und helle Oolongs: Longjing gibt nussig-grasige Frische, Biluochun fruchtige Süße, Bai Mu Dan Wiesenhonig und Kühle. Gut klingen auch taiwanische Hochland-Oolongs. Dichte dunkle Tees wie Shu Pu-Erh geben in kaltem Wasser wenig ab — für sie taugt die Methode nicht.
- Dosieren Sie Blatt und Wasser. Die Proportion: etwa 5 g Blatt pro Liter; für eine Karaffe von 750 ml genügen 3,5–4 g. Das Wasser: kalt, gefiltert oder aus der Flasche — im Cold Brew ist der Geschmack des Wassers deutlicher zu hören als im heißen Tee, und Chlor aus der Leitung verdirbt alles.
- Aufgießen und in den Kühlschrank. Geben Sie das Blatt direkt in Karaffe oder Flasche, füllen Sie Wasser auf, verschließen Sie und stellen Sie das Gefäß sofort in den Kühlschrank. Ziehen bei Zimmertemperatur ist nicht sicher: In warmem Wasser vermehren sich über die Stunden Bakterien. Nur der Kühlschrank, 0–5 °C.
- Warten Sie, bis er fertig ist. Grünen und weißen Tees genügen 4–6 Stunden, gerollten Oolongs 6–8: Die dichten Kugeln brauchen Zeit, um sich im kalten Wasser zu öffnen. Praktisch ist es, den Tee abends anzusetzen — bis zum Morgen ist er fertig, oder morgens — für die Rückkehr von der Arbeit. Länger als 12 Stunden sollte er nicht stehen: Es kommt überflüssige Herbheit, und die Frische geht.
- Seihen Sie den Aufguss ab. Gießen Sie den Tee durch ein Sieb in ein sauberes Gefäß und entfernen Sie das Blatt. Bleibt es in der Karaffe, zieht der Aufguss weiter nach und verliert die Frische. Dasselbe Blatt kann man ein zweites Mal ansetzen — der zweite Aufguss ist milder, bei guten Tees aber ausdrucksvoll.
- Trinken Sie ihn binnen eines Tages. Bewahren Sie fertigen Cold Brew verschlossen im Kühlschrank auf und trinken Sie ihn innerhalb von 24 Stunden: Ohne Abkochen ist der Aufguss nicht steril. Servieren Sie ihn kalt, ohne Eis — Eis verwässert und dämpft den Geschmack, den die Methode so behutsam gesammelt hat.
Tipps
- Geben Sie keinen Zucker dazu: Der Kaltaufguss zieht von selbst die natürliche Süße aus dem Blatt — sie genügt ohne Zusätze.
- Probieren Sie denselben Tee heiß und kalt zubereitet — der Unterschied im Charakter des Aufgusses überrascht selbst Erfahrene.
- Cold Brew enthält weniger Koffein als der heiße Aufguss desselben Tees — eine gute Option für den Nachmittag, wenn auch nicht null.
- Soll es schneller gehen — brühen Sie den Tee heiß und kräftig und gießen Sie ihn über ein volles Glas Eis: Das ist Eistee, ein anderes Getränk, hilft aber in fünf Minuten.
Tees, bei denen das vorkommt
Siehe auch
Anleitungen zum chinesischen Tee