Tee zu Hause richtig aufbewahren
Für den täglichen Vorrat sollte Tee trocken, sauber und vor Licht, Wärme und Fremdgerüchen geschützt bleiben. Beachten Sie zuerst das Etikett: Lagerung und Haltbarkeit hängen vom konkreten Tee und seiner Verpackung ab.
Eine Metalldose zur Aufbewahrung von Tee.
Foto: Mojmir Churavy · CC BY-SA 4.0Schritte
- Lagerplatz und Behälter prüfen. Geeignet ist ein kühler, dunkler Schrank fern von Herd, Dampf, Heizung, Gewürzen und Reinigungsmitteln. Auch ein Küchenschrank kommt infrage, wenn er weder warm noch feucht ist und keine starken Gerüche enthält. Verwenden Sie einen gut schließenden Lebensmittelbeutel oder einen sauberen, trockenen, geruchsfreien Behälter. Glas ist im dunklen Schrank geeignet; bei Metall oder glasierter Keramik muss der Deckel gut schließen. Papier allein schützt wenig vor Feuchtigkeit und Gerüchen. Eine dunkle Außenverpackung gleicht eine beschädigte Innenverpackung nicht aus.
- Nur eine kleine Menge täglich öffnen. Füllen Sie bei großen Vorräten eine kleine Portion für die nächsten Wochen ab und verschließen Sie den Rest gut. Benutzen Sie einen trockenen Löffel, halten Sie den offenen Beutel nicht über den Wasserkocher und schließen Sie ihn gleich wieder. Bewahren Sie Name, Chargennummer und Datumsangaben auf und notieren Sie das Öffnungsdatum. Lagern Sie verschiedene Tees getrennt und verschlossen, besonders aromatisierte und geräucherte Sorten.
- Kühlen nach Herstellerangabe. Bei manchen grünen und gelben Tees sowie hellen Oolongs kann Kälte die Frische erhalten. Empfiehlt der Hersteller Kühlung, lagern Sie kleine, luftdicht verpackte Portionen vor Gerüchen geschützt. Lassen Sie die ganze geschlossene Packung vor dem Öffnen auf Zimmertemperatur kommen, damit sich keine Luftfeuchtigkeit auf den kalten Blättern niederschlägt. Öffnen Sie nicht für jede Tasse einen kalten Beutel. Die Alltagsportion bleibt besser gut verschlossen im kühlen Schrank, sofern die Anleitung nichts anderes verlangt. Frieren Sie Tee nur nach entsprechender Produktempfehlung ein.
- Auch Weißtee und Pu-Erh brauchen Feuchtigkeitsschutz. Weißtee lässt sich gut verschlossen lagern, auch zur Reifung. Pu-Erh muss weder offen noch im Luftzug liegen: Ein zusätzlicher Lebensmittelbeutel um den in Papier gewickelten Fladen schützt den Tee vor Feuchtigkeit und Gerüchen. Die Bedingungen beeinflussen die Entwicklung; durch Verschließen kommen aber nicht sofort alle Prozesse zum Stillstand. Geben Sie kein Wasser hinzu und schaffen Sie keine feuchten Bedingungen, um die Reifung zu beschleunigen. Weißtee, Pu-Erh und andere Tees werden nicht automatisch jedes Jahr besser.
- Aromaverlust von Verderb unterscheiden. Ein schwaches Aroma allein bedeutet keinen Schimmel. Ist der Tee nass geworden, zeigt verdächtigen Belag oder riecht muffig und schimmelig, prüfen Sie ihn nicht durch Probieren. Spülen, kochendes Wasser oder Erhitzen in der Pfanne machen ihn nicht zuverlässig sicher. Hat nur das Aroma nachgelassen und sind Lagerung und Zustand unauffällig, können Sie ihn normal aufgießen. Erwärmen stellt verlorene Stoffe nicht wieder her und fügt möglicherweise nur Röstaromen hinzu.
Fragen und Antworten
Wie lange hält geöffneter Tee?
Dafür gibt es keine einheitliche Frist. Beachten Sie die Herstellerangaben sowie Verpackung, Feuchtigkeit und Temperatur. Kaufen Sie Mengen, die Sie mit Genuss aufbrauchen können. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Haltbarkeit.
Brauche ich eine bestimmte Raumfeuchtigkeit?
Für den Alltagsvorrat zählt vor allem, trockenen Tee vor Feuchtigkeitsaufnahme zu schützen. Die Raumfeuchtigkeit beschreibt nicht den Zustand der Blätter in der Packung. Pauschale 50–70% ersetzen weder geeignete Verpackung noch passende Lagerbedingungen.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee