Tee richtig lagern, damit er seinen Geschmack behält
Tee lagert man in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern, fern von Licht, Feuchtigkeit, Wärme und Fremdgerüchen. Die Ausnahme sind Pu-Erh und andere fermentierte Tees: Sie brauchen Luftzugang und mäßige Feuchtigkeit und werden deshalb nicht hermetisch verschlossen.
Das Teeblatt ist hygroskopisch und saugt gierig alles auf, was es umgibt: Eine Gewürzdose oder ein Regal neben dem Kaffee töten ein feines Aroma binnen einer Woche. Richtige Lagerung verbessert den Tee nicht (außer bei Pu-Erhs und Weißtees), bewahrt ihn aber monatelang vor dem Verfall.
Schritte
- Schalten Sie die fünf Feinde des Tees aus. Tee verderben Licht (zerstört Chlorophyll und ätherische Öle), Feuchtigkeit (startet Schimmel und Oxidation), Fremdgerüche (das Blatt nimmt sie unwiderruflich auf), Luft (lässt das Aroma langsam verfliegen) und Wärme (beschleunigt alle Prozesse zugleich). Ein guter Lagerort schließt alle fünf Faktoren aus.
- Wählen Sie den passenden Behälter. Am besten sind Blech- und Keramikdosen mit fest schließendem Deckel sowie mehrschichtige folienkaschierte Zip-Beutel. Am schlechtesten: durchsichtiges Glas im Licht und Plastik, das Geruch abgibt. Eine Papiertüte taugt nur als Übergangsverpackung für ein paar Wochen.
- Lagern Sie grüne und gelbe Tees kühl. Longjing, Biluochun und gelbe Tees verlieren ihre Frische am schnellsten: bei Zimmertemperatur in 3–6 Monaten. Einen luftdicht verpackten Vorrat kann man im Kühlschrank bei 0–5 °C aufbewahren, doch vor dem Öffnen muss die Packung unbedingt Zimmertemperatur annehmen, sonst schlägt sich Kondenswasser auf dem Blatt nieder.
- Bewahren Sie Oolongs und rote Tees im Schrank auf. Rote Tees und dunkle Oolongs wie Da Hong Pao leben problemlos ein bis zwei Jahre in einer luftdichten Dose im dunklen Schrank. Helle gerollte Oolongs — Tieguanyin, Alishan — sind launischer: Man lagert sie oft vakuumverpackt im Kühlschrank, und eine geöffnete Packung trinkt man binnen ein bis zwei Monaten aus.
- Lassen Sie Weißtee und Pu-Erh atmen. Weißtee und Pu-Erh sind die einzigen Klassen, die mit der Zeit besser werden. Sheng- und Shu-Fladen und gepressten Lao Shou Mei hält man bei Zimmertemperatur, 50–70 % Luftfeuchtigkeit, ohne Gerüche und direktes Licht: in Papier, Kartons, unglasierter Keramik. Luftdichtigkeit und Kühlschrank sind für sie tabu — die Fermentation käme zum Stillstand.
- Trennen und beschriften Sie. Lagern Sie verschiedene Tees nicht in einem Behälter und stellen Sie Shu Pu-Erh nicht direkt neben Grüntee: Aromen wandern. Beschriften Sie die Dosen mit dem Kaufdatum — so trinkt man den Tee, solange er in Bestform ist, statt eine vergessene Packung nach drei Jahren zu finden.
Tipps
- Haben Sie eine große Packung gekauft — teilen Sie sie: Den Hauptvorrat verschließen Sie luftdicht, die „Arbeitsdose“ für ein paar Wochen halten Sie griffbereit und öffnen sie öfter.
- Die Küche ist der schlechteste Ort für Tee: Dampf, Herdhitze und Essensgerüche. Besser ein Schrank im Wohnraum, weit weg von der Heizung.
- Ist der Tee verflogen, werfen Sie ihn nicht weg: Leicht „müde“ Oolongs und rote Tees kann man ein paar Minuten in der trockenen Pfanne bei kleinster Hitze erwärmen — ein Teil des Aromas kehrt zurück.
Tees, bei denen das vorkommt
Siehe auch
Anleitungen zum chinesischen Tee