Tee in Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderernährung
In der Schwangerschaft zählt das gesamte Koffein des Tages mehr als Teename oder Tassenanzahl. Für Stillzeit und Kinder gelten eigene Empfehlungen. Ein milder Geschmack macht Shu, Weißtee oder GABA nicht koffeinfrei.
Lapsang Souchong in zwei kleinen Teeschalen.
Foto: Difference engine · CC BY-SA 4.0Schwangerschaft: alle Quellen zählen
Der NHS empfiehlt in der Schwangerschaft höchstens 200 mg Koffein pro Tag. Tee, Kaffee, Schokolade, Cola und andere Quellen zählen zusammen. Das ist eine Obergrenze, kein Ziel. „Zwei bis drei Tassen“ ist ohne Volumen und Zubereitung unzuverlässig. Prüfen Sie Herstellerangaben; beim Gongfu zählen alle getrunkenen Aufgüsse und neue Blattportionen.
Eisenpräparate und Kräutermischungen gesondert prüfen
Tee kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen verringern. Nehmen Sie Eisenpräparate nicht mit Tee ein. Für Eisensulfat empfiehlt der NHS, nach der Einnahme 2 Stunden bis zu Tee oder Kaffee zu warten; beachten Sie die Anleitung Ihres Präparats. Prüfen Sie bei Kräutermischungen jede Zutat mit Arztpraxis oder Hebamme. „Natürlich“ ersetzt diese Prüfung nicht.
Stillzeit: Alter und Reaktion des Kindes beachten
Kleine Mengen Koffein gehen in die Muttermilch über. Die CDC beschreibt bis zu 300 mg täglich als niedrigen bis mäßigen Konsum. Das ist kein allgemeines Ziel: Mütter von Frühgeborenen und sehr jungen Neugeborenen müssen ihren Koffeinkonsum möglicherweise stärker einschränken. Wird das Kind unruhig oder schläft schlecht, reduzieren Sie Koffein und besprechen Sie die Beschwerden mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.
Kinder sollten sich nicht an Koffein gewöhnen
Die American Academy of Pediatrics empfiehlt Kindern, Koffein zu meiden. Eine allgemeine Freigabe „ab drei bis vier Jahren“ gibt es nicht; auch schwacher Tee und kalt aufgegossener Tee können Koffein enthalten. Wählen Sie altersgerechte Getränke. Teegeschirr und der Duft trockener Blätter lassen sich auch ohne Teetrinken kennenlernen. Ersetzen Sie bei Säuglingen Muttermilch oder Säuglingsnahrung nicht durch Tee.
Fragen und Antworten
Ist entkoffeinierter Tee eine Möglichkeit?
Er kann helfen, Koffein zu reduzieren, enthält aber meist eine Restmenge. Prüfen Sie Zutaten und Angaben pro Portion, bei aromatisierten Mischungen auch die Zusätze.
Was tun, wenn ich einmal mehr als geplant getrunken habe?
Nehmen Sie kein weiteres Koffein hinzu und schätzen Sie, wie viel Koffein Sie über den Tag aus Lebensmitteln und Getränken aufgenommen haben. Eine Überschreitung allein erlaubt keinen Schluss auf einen Schaden beim Kind. Wenden Sie sich bei Sorge oder Unwohlsein an Ihre Arztpraxis.
Tees zum Thema
Siehe auch
Allgemeine Informationen; bei Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenten ist individuelle ärztliche Beratung nötig.
Ratgeber zu chinesischem Tee