Koffein im Tee: die eigene Portion einschätzen
Im Tee steckt dasselbe Koffein wie im Kaffee; „Teein“ ist ein alter Name dafür. Teename und Aufgussfarbe verraten keine genaue Dosis. Auch Weißtee, Shu Pu-Erh und GABA-Oolong enthalten Koffein.
Jin Jun Mei in einer kleinen Verkostungsschale.
Foto: Difference engine · CC BY-SA 4.0Angaben zum fertigen Getränk suchen
Zur Orientierung nennt die EFSA etwa 50 mg in 220 ml Schwarztee, der chinesisch als roter Tee eingeordnet wird. Das ist ein Beispiel, kein fester Wert für jede Tasse. Verpackungsangaben helfen, wenn Portionsgröße und Zubereitung genannt sind. Der Gehalt im trockenen Blatt entspricht nicht dem im getrunkenen Aufguss.
Das ganze Teetrinken berücksichtigen
Blattmaterial, Menge, Wasser und Ziehzeit beeinflussen das Ergebnis. Ein kürzerer Aufguss derselben Blätter löst meist weniger heraus, doch mehrere Aufgüsse summieren sich. Kleine Schälchen bedeuten keine kleine Gesamtdosis, besonders wenn Sie frische Blätter nachlegen.
Nicht auf Entkoffeinieren zu Hause vertrauen
Spülen entfernt einige lösliche Stoffe, macht Tee aber nicht zu entkoffeiniertem Tee. Für 30 Sekunden gibt es keinen allgemeingültigen Prozentwert. Auch milder Geschmack, lange Lagerung und ausgewachsene Blätter sind keine Garantie für einen niedrigen Koffeingehalt. Theanin und GABA heben mögliche Wirkungen auf Schlaf und Herzschlag nicht auf.
Bei Bedarf die Menge reduzieren
Nehmen Sie weniger Blatt, trinken Sie insgesamt weniger Tee und trinken Sie ihn früher am Tag. Für eine besser einschätzbare Verringerung eignet sich entkoffeinierter Tee mit Herstellerangaben; Restkoffein ist möglich. Zählen Sie auch Kaffee, Energydrinks, Cola und koffeinhaltige Medikamente mit.
Fragen und Antworten
Wie viel Koffein pro Tag ist vertretbar?
Die EFSA sieht bis zu 400 mg über den Tag verteilt und bis zu 200 mg auf einmal für die meisten gesunden Erwachsenen als unbedenklich an. Das sind keine Zielmengen und keine Garantie gegen Beschwerden. In der Schwangerschaft gilt höchstens 200 mg täglich aus allen Quellen; bei Erkrankungen und Medikamenten ist individuelle Beratung sinnvoll.
Was tun bei Zittern oder schlechtem Schlaf?
Nehmen Sie weniger Koffein zu sich und trinken Sie koffeinhaltige Getränke früher am Tag. Wiederkehrende oder deutliche Beschwerden sollten Sie ärztlich besprechen, statt jedes Symptom dem Tee zuzuschreiben.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee