Welchen chinesischen Tee zuerst probieren?
Wählen Sie eine Geschmacksrichtung, die Sie interessiert, und kaufen Sie zunächst eine kleine Menge. Für die meisten Tees reicht zum Probieren eine Tasse mit einem geräumigen, herausnehmbaren Sieb. Mit einem Gaiwan können Sie sich später vertraut machen, wenn Sie kurze Aufgüsse ausprobieren möchten.
Flache, trockene Longjing-Blätter.
Foto: Romain Guy · CC BY-SA 2.0
Trockene Blätter und Knospen von Bai Mudan.
Foto: chaidrakon.ru · CC BY 3.0
Dian Hong mit goldenen Teeknospen.
Foto: Sjschen · CC BY 3.0An vertraute Geschmäcker anknüpfen
Für Malz- und Honignoten bietet sich Dian Hong an. Für blumige Aromen kommen ein leicht gerösteter Tieguanyin oder Baozhong infrage, für Röstnoten ein entsprechend angebotener Dong Ding. Mögen Sie frische, grasige Geschmäcker, probieren Sie Longjing; Bai Mudan gibt einen Einblick in weißen Tee. Dunkler, holziger Shu kann Kaffeetrinker interessieren, bildet aber weder Kaffeegeschmack noch dessen Wirkung nach. Auch unter demselben Teenamen können sich einzelne Chargen geschmacklich unterscheiden.
Genug für einen zweiten Versuch kaufen
Zwei oder drei Proben von je 15–25 g erlauben Vergleiche und Änderungen der Zubereitung. Auch eine 5-g-Probe kann einen Eindruck geben, reicht aber womöglich nicht für mehrere Versuche mit jeweils neuen, trockenen Blättern. Wissen Sie schon, was Sie möchten, ist auch ein einzelner Tee sinnvoll. Fragen Sie nach Zutaten, Charge und einem einfachen Rezept für Ihr Gefäß. Alter, berühmter Name und hoher Preis sind keine Voraussetzung.
Einfach in der Tasse beginnen
Für eine 250-ml-Tasse mit Sieb: Dian Hong mit 2–3 g und 90–95 °C nach 3 Minuten probieren; hellen Oolong mit 2–3 g und 90–95 °C nach 2 Minuten; Longjing mit etwa 2 g und 80–85 °C nach 1 Minute. Bei Bai Mudan sind 2–3 g, 85–90 °C und 3 Minuten ein Ausgangspunkt. Anschließend das Sieb herausnehmen. Passen Sie die Zubereitung nach dem Probieren an. Ändern Sie jeweils nur eine Einstellung, damit Sie deren Wirkung beurteilen können. Eigenes Geschirr für jede Teesorte ist nicht nötig.
Einen zweiten Versuch machen
Ist der Tee zu bitter, nehmen Sie weniger Teeblätter oder verkürzen Sie die Ziehzeit. Ist er wässrig, verlängern Sie etwas oder erhöhen Sie beim nächsten Mal die Menge. Notieren Sie, was funktioniert. Auch junger Sheng und Dan Cong sind für Einsteiger zugänglich; kleine Portionen und ein kurzer erster Aufguss helfen besonders. Nutzen Sie dafür die jeweiligen Anleitungen. Gefällt der Tee nach mehreren Versuchen nicht, probieren Sie eine andere Charge oder Art. Sie müssen nicht jeden Tee mögen lernen.
Fragen und Antworten
Brauche ich für Oolong einen Gaiwan?
Nein. Ein herausnehmbarer Siebeinsatz ermöglicht Oolong in der Tasse und rechtzeitiges Trennen der Blätter. Ein Gaiwan ist praktisch für kurze Aufgüsse, aber keine Voraussetzung für guten Geschmack.
Woran merke ich, dass die Wahl passt?
Der Tee schmeckt Ihnen bei einer alltagstauglichen Zubereitung, Preis und Portionsgröße passen zu Ihnen. Sie müssen nicht jede Geschmacksnote aus der Händlerbeschreibung wiederfinden.
Tees zum Thema
Siehe auch
Ratgeber zu chinesischem Tee